Ersatzfahrplan wegen Streiks laut Bahn "stabil angelaufen"

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Leerer Bahnsteig während des ersten Streiks am 11. August

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) bestreikt seit den frühen Morgenstunden erneut den Personenverkehr der Deutschen Bahn (DB). Die Arbeitsniederlegungen begannen um 02.00 Uhr. Die Bahn teilte mit, ihr Ersatzfahrplan sei "stabil angelaufen".

Im Fernverkehr fahren demnach bundesweit etwa 25 Prozent der Züge. Im Regional- und S-Bahn-Verkehr sollen rund 40 Prozent der Züge fahren - es gebe jedoch starke regionale Unterschiede, teilte die Bahn mit. Streikschwerpunkt seien die östlichen Bundesländer.

Gewerkschaftschef Claus Weselsky bekräftigte im ZDF-Morgenmagazin die Ablehnung des jüngsten Angebots der Bahn, über eine Corona-Prämie zu verhandeln. Es sei nicht klar, ob die Prämie "hundert oder 600 Euro" betrage, sagte er. Der Bahn warf Weselsky vor zu taktieren: "Die wussten vorher, dass wir nein sagen."

Es handelt sich um die zweite Streikwelle im aktuellen Tarifkonflikt zwischen GDL und DB. Bereits seit Samstagabend bestreikt die GDL den Güterverkehr der Deutschen Bahn. Enden sollen die Arbeitsniederlegungen am Mittwochmorgen um 02.00 Uhr.

Im Tarifkonflikt fordert die Gewerkschaft eine zweistufige Lohnerhöhung von 3,2 Prozent, eine Corona-Prämie von 600 Euro und bessere Arbeitsbedingungen. Die Bahn bietet zwar 3,2 Prozent mehr Lohn, will die Stufen aber später umsetzen und eine längere Laufzeit.

fwe/ilo

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