Gazprom: Das wäre ein Paukenschlag

Thorsten Küfner
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Gazprom: "Aktie jetzt ein Kauf, 26 Prozent Potenzial"

Der weltgrößte Erdgasproduzent Gazprom dürfte bald die letzten Details zum Beginn der Gaslieferungen nach China klären. Und schon steht wohl die nächste wichtige strategische Frage an: Werden über die westliche Pipeline nach China in Zukunft auch andere aufstrebende asiatische Staaten beliefert?

So bestätigte Konzernchef Alexey Miller Gespräche über eine derartige Verlängerung der geplanten Pipeline in das in einigen Jahren wohl bevölkerungsreichste Land der Erde, Indien. Demnach fanden über dieses technisch schwierige Projekt bereits Verhandlungen zwischen den indischen Energieminister Dharmendra Pradhan, seinem russischen Amtskollegen Yuri Sentyurin und Gazprom-Vertretern statt. Denkbar wäre aber nach wie vor auch, die Versorgung Indiens mit russischem Erdgas per Flüssiggas-Tanker zu gewährleisten.

Der nächste Riesen-Markt
Sollte es Gazprom gelingen, nun auch eine stärkere Position im indischen Markt einzunehmen, wäre dies langfristig betrachtet natürlich positiv zu werten. Schließlich könnte dadurch die Abhängigkeit vom bisher noch sehr wichtigen westeuropäischen Markt weiter verringert und die Umsätze zusätzlich beflügelt werden. Die Aktie bleibt indes nach wie vor ausnahmslos für mutige Anleger geeignet.