Gazprom: Das sieht gut aus …

Thorsten Küfner
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Gazprom: Es ist (fast) geschafft

Der weltgrößte Erdgasproduzent Gazprom wächst weiter. Konzernchef Alexej Miller geht nun auch von einem neuen Absatzrekord in der EU für das Gesamtjahr aus. Und auch für den Export nach China ab 2019 zeigt sich der Vorstandsvorsitzende zuversichtlich gestimmt. Die Aktie dreht indes weiter nach oben.

Bezüglich des Gasabsatzes in China geht Gazprom weiterhin davon aus, dass ab Dezember 2019 erstmals sibirisches Erdgas durch die neu gebaute Pipeline nach China strömen soll. Für 2020 wird zunächst noch mit einem Volumen von knapp fünf Milliarden Kubikmeter pro Jahr gerechnet, welches dann kontinuierlich ansteigen soll. Bis zum Jahre 2025 soll die maximale Kapazität von 38 Milliarden Kubikmetern erreicht werden.

Aktienkurs zieht an
Die lange Zeit gebeutelte Aktie von Gazprom hat ihre Erholung im Zuge der wieder anziehenden Energiepreise fortgesetzt. Das zuvor stark angeschlagene Chartbild hellt sich somit weiter auf. Nachdem der Kurs einen Boden ausgebildet hat, wird derzeit das durch den Dividendenabschlag im Juli aufgerissene Gap geschlossen. Der Weg nach oben wäre aus charttechnischer Sicht nun zunächst bis 4,20 Dollar frei. Allerdings ist gerade bei dieser volatilen Aktie bis dorthin natürlich immer wieder mit Korrekturen zu rechnen.

 

Kein Witwen- und Waisenpapier!
Mutige Anleger können angesichts des aufgehellten Chartbildes allmählich wieder mit dem Aufbau erster Positionen beginnen. Für konservative Anleger bleibt die Gazprom-Aktie trotz der langfristig guten Aussichten sowie extrem niedrigen Bewertung (KGV von 4, KBV von 0,3 und eine Dividendenrendite von 6,4 Prozent) wegen der politischen Unsicherheiten hingegen weiter eher ungeeignet.