Gazprom & Nord Stream 2: Spannende Aussagen zur EU-Pipeline!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
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Gazprom (WKN: 903276) und Nord Stream 2 werden auch im neuen Börsenjahr 2021 weitere Schlagzeilen machen. Das liegt einerseits daran, dass der Bau noch immer nicht fertig ist, sowie andererseits auch an der Ausgangslage, dass die USA dem Projekt weiterhin den Garaus machen wollen. Allerdings könnte unter US-Präsident Biden mehr Diplomatie zum Einsatz kommen, so zumindest eine Hoffnung.

Allerdings existieren auch weitere spannende Aussagen zu diesem Projekt. Zum Wochenende hat es eine ganze Menge unterschiedlicher politischer Äußerungen gegeben. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Foolishe Investoren wissen müssen.

Nord Stream 2: Neuigkeiten aus Russland und Deutschland!

Genauer gesagt hat es eigentlich an zwei Fronten (mindestens!) spannende Neuigkeiten gegeben. Einerseits beispielsweise aus Deutschland. Hier hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ein weiteres Mal zu der Pipeline geäußert. Sowie innerhalb ihrer Aussage die Wichtigkeit des Projektes betont.

In Zeiten des Atomausstiegs und des Ausstiegs aus der Kohle sei Nord Stream 2 ein wichtiger Schritt. Mindestens um den Übergang zu gewährleisten, werde das Erdgas aus Russland benötigt, um Energiesicherheit zu erhalten sowie gleichzeitig auch dem Klimaschutz Rechnung zu tragen. Oder, anders formuliert: Nord Stream 2 und das Erdgas scheint für die Ministerpräsidentin alternativlos zu sein.

Auch vonseiten Russlands bleibt der Optimismus und das Dafürhalten bestehen. Demnach habe man einen wichtigen Schritt mit der Fertigstellung des ca. 2,6 Kilometer langen Bauabschnitts erreicht. Der weitere Bau werde im Januar fortgesetzt.

Die neuen angedrohten US-Sanktionen könnten Nord Stream 2 höchstens kurzfristig zum Pausieren bringen, nicht aber stoppen, so ein Kreml-Sprecher. Die Sanktionen sind dabei als Cowboy-Angriff bezeichnet worden, was natürlich eine Spitze gegenüber die USA darstellt.

Sollten die USA mit weiteren Sanktionen den Bau verhindern wollen, so sei es notwendig, dass man irgendwie darauf reagieren werde, so der Kreml-Sprecher weiter. Das zeigt, dass sich vor allem Russland augenscheinlich nicht die Drohpolitik vonseiten der USA gefallen lassen möchte. So viel zu den aktuellen Schlagzeilen rund um Nord Stream 2.

Was Foolishe Investoren hiervon mitnehmen!

Bleibt zum Abschluss die spannende Frage, was Foolishe Investoren hiervon mitnehmen sollten. Wenn du mich fragst, gibt es jetzt ein weiteres Mal zwei wichtige Key-Aspekte. Zunächst einmal: Innerhalb Deutschlands und in weiten Teilen der EU löst sich das Projekt gegen Nord Stream 2 auf. Es findet ein Auflehnen gegen die US-Sanktionen statt, zudem sehen mehr und mehr Politiker realistisch die Abhängigkeit von günstigem Erdgas. Das ist ein Treiber, der für ein Fertigstellen spricht.

Zum anderen wird Russland nicht dabei zusehen, wie die USA das Prestigeprojekt mit der EU torpedieren. Möglicherweise wird es zu Gegenschlägen und Sanktionen kommen, sollte die Causa weitergehen. Das könnte zwar den Druck erhöhen und das Verfahren erschweren. Allerdings zeigt es, dass Deutschland und Russland eben nicht machtlos zuschauen müssen.

Zu guter Letzt könnte das insgesamt ein finales Säbelrasseln werden. Möglicherweise wird mit dem zukünftigen US-Präsidenten Joe Biden ein diplomatischer Weg gefunden. Das wäre vermutlich der Königsweg, den auch viele Foolishe Investoren favorisieren dürften.

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