Gazprom: Jetzt herrscht Klarheit

Thorsten Küfner
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Gazprom: Es ist (fast) geschafft

Lange Zeit wurde darüber spekuliert, seit gestern wissen die Marktteilnehmer nun Bescheid: Gazprom soll ab dem 20. Dezember 2019 erstmals Erdgas aus Sibirien nach China liefern. Dies vereinbarten Vertreter des chinesischen Energieriesen CNPC und des weltgrößten Erdgasproduzenten bei einem Treffen in Moskau.

Bislang wurde lediglich ein grober Zeitraum zwischen Mai 2019 und Mai 2021 als Beginn der Lieferungen genannt. Da Gazprom mit dem Bau der Pipeline offenbar gut vorankommt, sollte der Start Ende Dezember nun aber gesichert sein. Der russische Konzern soll demnach jährlich rund 38 Milliarden Kubikmeter Erdgas an CNPC liefern. Für Gazprom bedeutet dies Zugang zu einem lukrativen und vor allem wachstumsstarken Markt. Chinas Gasverbrauch überstieg erst kürzlich die Marke von 200 Milliarden Kubikmeter und könnte Expertenschätzungen zufolge in frühestens fünf Jahren sogar bis auf 300 Milliarden Kubikmeter wachsen.

Die langfristigen Perspektiven für Gazprom bleiben gut. Die extrem günstig bewertete Aktie bleibt aber wegen der politischen Risiken sowie des aktuell eher trüben Chartbildes vorerst nur etwas für mutige Anleger.

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