Gazprom: Es ist (fast) geschafft

Thorsten Küfner
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Gazprom: Das bringt 2018

Im Zuge der nach wie vor freundlichen Entwicklung der Ölpreise (mehr dazu lesen Sie hier) befindet sich Gazprom unverändert im Erholungsmodus. Nun ist dem Kurs auch der Sprung über einen wichtigen Widerstand gelungen. Hält sich die Aktie weiter über dieser Hürde, wäre der Weg nach oben vorerst frei.

Nach dem gestrigen Überwinden der Marke von 4,50 Dollar dürften die Gazprom-Papiere nun die nächsten Widerstände bei 4,68 und 4,82 Dollar in Angriff nehmen. Werden auch diese Hürden genommen, hätte der Titel in den kommenden Monaten abgesehen von einigen schwächeren Widerständen sogar Luft bis zum Jahreshoch bei 5,31 Dollar.

Rein fundamental betrachtet wären deutlich höhere Kurse auch vollkommen gerechtfertigt. Zur Erinnerung: Aktuell werden die Anteile des (mit Abstand) weltgrößten Erdgasproduzenten und des Inhabers der (mit Abstand) weltgrößten Gasreserven lediglich bei einem 2018er-KGV von 4 und einem KBV von 0,3 bewertet. Ein gewisser Abschlag im Vergleich zu westlichen Energieriesen wie etwa Shell (2018er-KGV von 15; KBV von 1,3) ist aufgrund der politischen Unsicherheiten sowie der Tatsache, dass bei Gazprom nicht immer nach dem Geschmack der Investoren gehandelt wird, zwar verständlich. Die Höhe des Abschlags im Vergleich zur Peer-Group erscheint aber dennoch etwas übertrieben.

Für mutige Anleger weiter attraktiv

Mutige Anleger können auf eine Fortsetzung der Erholung setzen. Der Stoppkurs sollte bei 2,90 Euro belassen werden.