Gazprom: WAS für eine Woche

Thorsten Küfner
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Gazprom: Deshalb knickt die Aktie ein

Es gab in der Vergangenheit für die Anteilseigner des Rohstoffriesen Gazprom sicherlich weitaus erfreulichere Handelswochen als die abgelaufene. US-Präsident Donald Trump war hauptverantwortlich für die spektakulären Kursturbulenzen an der russischen Börse, die auch Gazprom erheblich durchschüttelten.

So verloren die Gazprom-Titel gleich zum Handelsauftakt am Montag kräftig an Wert. Die schärferen Sanktionen gegen Russland und vor allem russische Milliardäre belasteten sämtliche Russland-Aktien stark, zumal Trumps Tweet („Russland solle sich „bereit machen“) für zusätzliche Verunsicherung sorgte. In den folgenden Tagen konnte sich die Gazprom-Aktie wieder etwas erholen, zumal Trump auch wieder rasch zumindest etwas zurückruderte.

Neues zur Ukraine und zur Dividende
Eine interessante Wendung gab es auch im Streit mit dem ukrainische „Partner“ Naftogaz. Indes bleibt die Dividende für die Anteilseigner für dieses und die kommenden Jahre auf dem aktuellen Niveau. Angesichts einer aktuellen Rendite von knapp sechs Prozent ist dies aber natürlich kein Beinbruch.

Startschuss in Indien
Darüber hinaus wurde bekannt, dass Gazprom ab Mai Indien mit Gas per LNG-Tanker versorgen wird. Damit erschließt sich der Konzern einen weiteren strategisch sehr bedeutenden und wachstumsstarken Markt. Was die Analysten indes bei der Aktie aktuell empfehlen, lesen Sie hier.

 

Nur für Mutige
Es bleibt dabei: Die mittel- bis langfristigen Aussichten für Gazprom sind sehr gut, die Marktstellung hervorragend und die Bewertung mit einem KGV von 4, einem KBV von 0,3 und einer Dividendenrendite von sechs Prozent billig. Aber die Aktie dürfte in Zukunft hochvolatil und stark von der politischen Entwicklung abhängig bleiben. Daher sollten ausnahmslos mutige Anleger zugreifen (Stopp: 3,20 Euro).