Gaza: Ägyptische Marine tötet palästinensischen Fischer

Trauerfeier für einen Fischer: Der 33-jährige Mann aus dem Gazastreifen war am Freitagabend von der ägyptischen Marine beschossen worden, jetzt starb er an seinen Verletzungen.

Laut der im Gazastreifen regierenden Hamas befand sich der Fischer bei dem Zwischenfall in palästinensischen Gewässern vor der Stadt Rafah, die an Ägypten grenzt.

Die Hamas sprach von einem "ungerechtfertigten" Angriff. Palästinensische Fischer legten aus Protest ihre Arbeit nieder. Die ägyptische Regierung, die den Gazastreifen gemeinsam mit Israel blockiert , hat sich bisher nicht geäußert.

Bereits in der Vergangenheit hatte Ägyptens Marine auf Fischer aus dem Gazastreifen geschossen, 2015 war dabei ein Mensch ums Leben gekommen.

Palästinensische Fischer begeben sich häufiger in ägyptische Gewässer. Sie beklagen, die von Israel beschränkte Fischereizone von aktuell sechs Seemeilen reiche nicht aus.

Kairo hat die Grenze zum Gazastreifen verstärkt, unter anderem mit einer Sicherheitszone, um Schmuggel und das Eindringen islamistischer Kämpfer aus dem Palästinensergebiet zu verhindern.