Gastronomie in Bulgarien protestiert gegen 3G-Regel

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SOFIA (dpa-AFX) - In Bulgarien haben inmitten einer vierten Corona-Welle Mitarbeiter und Betreiber von Lokalen erneut gegen die vor einer Woche eingeführte 3G-Regel protestiert. Kundgebungen von Vertretern der Gastronomie und Hotellerie gab es am Donnerstag trotz zunehmender Corona-Neufällen in zahlreichen Städten wie etwa Sofia, Plowdiw sowie Warna und Burgas am Schwarzen Meer. In der Hauptstadt blockierten Demonstranten die für den Verkehr wichtige Adlerbrücke (Orlow most), bevor sie zum Regierungssitz und Präsidialamt weiterzogen.

Die bulgarische Gastronomie gibt an, dass nach Einführung der umstrittenen 3G-Regel die Umsätze um bis zu 80 Prozent zurückgegangen seien. Nur Kunden, die geimpft, genesen oder getestet sind, haben seit dem 21. Oktober Zutritt zu Restaurants, Cafés, Einkaufszentren und Fitnessclubs sowie Kultureinrichtungen.

In dem südosteuropäischen Balkanland sind lediglich gut 24 Prozent der Menschen über 18 Jahren vollständig gegen Covid-19 geimpft - damit ist das Land EU-Schlusslicht. Die Neuinfektionen in dem Land mit 6,9 Millionen Einwohnern erreichen seit Tagen immer neue Höchsstände - binnen 24 Stunden gab es zuletzt 5643 Corona-Neufälle. An oder mit dem Coronavirus starben binnen 24 Stunden zuletzt 154 Menschen. Die Krankenhäuser richten neue Corona-Stationen ein. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Donnerstag auf 474 pro 100 000 Menschen

- in Deutschland lag sie bundesweit bei 130,2.

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