Gasspeicherbetreiber: Nehmen an, dass 'weiterhin eingespeichert wird'

REHDEN/LUBMIN (dpa-AFX) - Der Betreiber des größten deutschen Erdgasspeichers im niedersächsischen Rehden gibt sich zuversichtlich, dass das Auffüllen trotz der Unsicherheit um die Pipeline Nord Stream 1 bis zum Winter vorangeht. Bisher habe man "keine Auswirkungen des Nord-Stream-Stillstandes" feststellen können, hieß es am Mittwoch bei der Astora GmbH. Das Unternehmen "geht davon aus, dass weiterhin eingespeichert wird". Es erklärte, jenseits des Speicherbetriebs und der Vermarktung der Kapazitäten aber keine Details etwa von Händlern oder zur Herkunft der Mengen nennen zu können. "Die Erdgasbeschaffung und der Erdgashandel sind nicht Teil des Geschäfts."

Schon vor Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine waren die Gas-Speicherstände vielerorts niedriger als in den Vorjahren. Nun gibt es Sorgen um die Abdeckung des Verbrauchs im nächsten Winter. Den letzten aktuellen Gesamtwert für Deutschland gab die Datenbank des Netzwerks Gas Infrastructure Europe zum Montag (18. Juli) mit 65 Prozent an. In Rehden bei Diepholz waren es hingegen nur knapp 34 Prozent - die Tendenz ging zuletzt langsam, aber stetig nach oben.

Nach Wartungsarbeiten an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 sind für den (morgigen) Donnerstag wieder Gaslieferungen durch die Leitung angekündigt, wie aus vorläufigen Daten des Netzbetreibers Gascade vom Mittwochnachmittag hervorgeht. Ob die regulären Mengen fließen, ist aber noch nicht sicher. Verringerte Lieferungen könnten auch das Auffüllen der Speicher verzögern. Die Anlage in Rehden hatte lange die deutsche Tochter des russischen Energieriesen Gazprom <US3682872078> betrieben, inzwischen ist die Firma unter der Kontrolle der Bundesnetzagentur. Der Speicher in Westniedersachsen steht für etwa ein Fünftel der gesamten in Deutschland vorhandenen Gasspeichermöglichkeiten.

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