Gasbranche: Weiter 'angespannte Lage' nach Anlaufen von Nord Stream 1

BERLIN/LUBMIN (dpa-AFX) - Die deutsche Gasbranche hält ein rechtzeitiges Auffüllen der Speicher zum Winter nach dem Wiederanlaufen von Nord Stream 1 für möglich, weist jedoch auf anhaltende Risiken hin. "Mit den reduzierten Gasmengen aus Russland können die angestrebten Füllstände erreicht werden, die Lage auf dem Gasmarkt bleibt aber angespannt", sagte der Vorstand des Verbands Zukunft Gas, Timm Kehler, am Donnerstag. Deutschland müsse Energie sparen und den Betrieb der ersten LNG-Terminals als Lieferalternative sichern, "damit wir den Winter unter den aktuellen Annahmen gut überstehen".

Insgesamt sehe sich die Gasindustrie auch nach dem Ende der Wartung der Ostsee-Pipeline großen Herausforderungen gegenüber. "Um das Gassystem wieder zu entlasten, müssen die schwimmenden LNG-Terminals bald in Betrieb gehen und Genehmigungen für die stationären Anlagen, die ab 2026 verfügbar sein werden, erteilt werden", forderte Kehler.

Zum Jahreswechsel sollen in Wilhelmshaven und Brunsbüttel die ersten Anlandestellen verflüssigtes Erdgas (LNG) aufnehmen - zunächst auf Spezialschiffen. Kehler glaubt: "Durch Beschaffung über LNG-Terminals wird uns mittelfristig wieder ausreichend Gas zur Verfügung stehen, was dann auch zu einem niedrigeren Preisniveau führen wird."

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