Gary Neville: Ander Herrera weigerte sich gegen Leicester, Rechtsverteidiger zu spielen

United musste in der Schlussphase des Leicester-Spiels improvisieren. Nicht alle Ideen stießen offenbar auf Gegenliebe.

Weigerte sich Ander Herrera bei Manchester Uniteds Last-Minute-Remis gegen Leicester City (2:2), die Position des Rechtsverteidigers zu bekleiden? Diese Beobachtung will der ehemalige United-Kapitän Gary Neville gemacht haben und womöglich war dies ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum nächsten Punktverlust des Rekordmeisters.

Mittelfeldspieler Herrera hatte in der 76. Minute Jesse Lingard ersetzt, United führte zu diesem Zeitpunkt im King Power Stadium mit 2:1. Wenige Minuten später kam mit der letzten Einwechslung Henrikh Mkhitaryan für den Doppeltorschützen Juan Mata in die Begegnung. Dann wurde es bitter für die Gäste, als Abwehrspieler Chris Smalling sich an der Leiste verletzte und offenkundig nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte spielte. Er musste sich jedoch durchbeißen, da Trainer Jose Mourinho nicht mehr wechseln konnte.

Neville kritisiert Desorganisation bei ManUnited

Laut Neville wollte Phil Jones daher die Defensive etwas anders aufstellen und den angeschlagenen Smalling schützen. Victor Lindelöf sollte in das Zentrum rücken und Herrera dafür die rechte Abwehrseite übernehmen.

Ex-Nationalspieler Neville, der heute als TV-Experte arbeitet, schilderte: "Ander Herrera hat sich geweigert, Rechtsverteidiger zu spielen und Henrik Mkhitaryan dorthin geschickt. Es ist kaum zu glauben, welche Desorganisation und mangelnde Führungsstärke bei Manchester United herrschen. Und das am Ende eines Spiels, das die Mannschaft hätte gewinnen müssen."

In der fünften Minute der Nachspielzeit kassierte United schließlich den bitteren Ausgleich durch Leicesters Harry Maguire. Der war in der entscheidenden Szene etwas schneller als der kurz zuvor noch behandelte Chris Smalling.