Gary Lineker vor Fußball-WM: " ... dann wäre Deutschland Favorit auf den WM-Sieg"

In einem Interview mit Jan Henkel von MagentaTV schätzte Gary Lineker die Chancen der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Katar ein. (Bild: Getty Images / Jack Taylor)
In einem Interview mit Jan Henkel von MagentaTV schätzte Gary Lineker die Chancen der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Katar ein. (Bild: Getty Images / Jack Taylor)

Wie schlägt sich Deutschland bei der Fußball-WM in Katar? Diese Frage beschäftigt nicht nur Fans des DFB-Teams, sondern auch Experten in aller Welt. Englands einstiger Fußballheld Gary Lineker gab nun seine Expertise ab - und machte eine Problemposition im deutschen Team aus.

Auf den Mund gefallen ist Gary Lineker gewiss nicht. Ob als Spieler oder seit Jahren als gefragter TV-Experte in England, Lineker gibt unumwunden seine Fußballexpertise zum Besten. Unter anderem prägte er den ikonischen Satz: "Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen." Angesichts der anstehenden Weltmeisterschaft in Katar schätzte er im Gespräch mit MagentaTV-Moderator Jan Henkel die Chancen der DFB-Elf ein.

"Ihr habt einen guten Trainer, eine gute Spielweise. Er spielt gerne einen mutigen Fußball", sagte der Ex-Kicker im Interview und wünschte sich: "Genau so möchte ich England ein bisschen spielen sehen." Doch diese Tatsache alleine reichte Lineker nicht, Hansi Flicks Mannschaft zum WM-Favoriten zu erklären. Dazu hapere es nach Ansicht des einstigen Stürmers auf einer Position: der des Mittelstürmers.

Lineker lobt Gareth Southgate: "er hat unglaublich gute Arbeit geleistet"

"Wenn Lewandowski Deutscher wäre, würde ich sagen: Ihr seid absoluter Favorit für den WM-Sieg", urteilte der 61-Jährige. Kürzlich sei er im Gespräch mit Englands Fußballikone Alan Shearer übereingekommen, dass die DFB-Elf niemanden habe, "auf den man sich verlassen kann, dass er Tore schießt". Trotzdem räumte Lineker der deutschen Fußball-Nationalmannschaft die Chance auf den Titel ein, denn: "Das Team ist schlau. Eine Mischung aus Erfahrung und Jugend."

Auch zu einem möglichen Kandidaten im deutschen Sturmzentrum, Kai Havertz, gab Gary Lineker seine Meinung ab. "Havertz ist kein Neuner. Er hat keine klare Position", meinte er. Zwar sei der Spieler des FC Chelsea "sehr talentiert", "geschickt" und gut im Abschluss; "Aber er ist kein Mittelstürmer." Als "echter" Mittelstürmer fährt Niclas Füllkrug nach Katar, der jedoch noch keine Erfahrung auf internationalem Parkett vorzuweisen hat. Dazu gilt Borussia Dortmunds Yousouffa Moukoko als Nachwuchshoffnung im Sturmzentrum.

An Englands Trainer Gareth Southgate störe Lineker dessen inkonsistente Spielweise: "Southgate wechselt das von Zeit zu Zeit, ändert seine Taktik. Auch während des Turniers, was für mich ein wenig beunruhigend ist." Trotz der Kritik habe er aber Respekt vor dem Nationalcoach: "Er hat unglaublich gute Arbeit geleistet. Er ist viel besser als jeder andere seit einer furchtbar langen Zeit in England."