Spaziergang: Pal Dardai - Ein ganzes, halbes Leben in Blau-Weiß

Hertha-Trainer Pal Dardai

Das Olympiastadion atmet. Ob langsam und tief, oder aufgeregt und flach, das ist nicht ganz klar. Aber für Pal Dardai steht fest, dass es irgendwie lebt. Dass es eine Seele hat. Einen eigenen Charakter, den auch die Umbauten nicht verändern konnten. Für Dardai ist das Olympiastadion zum Gefährten geworden in all den Jahren. Sein halbes Leben hat der Trainer von Hertha BSC im oder neben der Arena verbracht. Und nun, da er inmitten des Rundes auf dem Rasen steht und unser Spaziergang endet, der von der Geschäftsstelle des Berliner Fußball-Bundesligisten bis zu seiner Heimspielstätte geführt hat, da stellt Dardai fest, dass er im Olympiastadion nie allein ist.

"Wenn man so lange in diesem Verein ist wie ich, dann steht man hier und sieht ein volles Stadion, obwohl die Ränge leer sind", sagt Pal Dardai. Da, wo man jetzt nur graue Sitzschalen sehen und es hallen hören kann wie in einem Schwimmbad, sieht der 41-Jährige überall Menschen und hört sie jubeln. Und er sieht sich selbst, wie er bei seinem Abschiedsspiel im Mai 2011 noch einmal eine Ehrenrunde läuft und seinen Sohn Bence auf den Schultern trägt. Den Tipp gab ihn Herthas Manager und sein ehemaliger Mitspieler Michael Preetz, damit Dardai sich am Sohn festhalten konnte und nicht weinen musste. Erinnerungen, geknüpft an den Erinnerungsort Olympiastadion, der für Pal Dardais Reise durch seine Karriere, erst als Spieler, dann als Trainer, Ausgangspunkt, Endpunkt und wieder Ausgangspunkt wurde. Und schließlich ist er immer noch ...

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