Ganassi sicher: Von Ed Jones wird noch viel mehr kommen

Ed Jones hat für 2018 den #10 Ganassi-Honda von Tony Kanaan übernommen


2017 gewann Ed Jones als amtierender Indy-Lights-Champion den Rookie-Titel in der IndyCar-Serie. Damals fuhr der in Dubai geborene, aber unter britischer Lizenz antretende Nachwuchspilot noch für das Team von Dale Coyne. Im Winter 2017/2018 hat Jones die Fronten gewechselt und beim Topteam von Chip Ganassi angedockt.

Als Teamkollege des viermaligen IndyCar-Champions Scott Dixon will Jones wichtige Lektionen lernen und schon 2018 Erfolge feiern. Seine bisherige IndyCar-Bestmarke ist der dritte Platz beim Indy 500 des vergangenen Jahres. Beim Saisonauftakt 2018 in St. Petersburg wurde es für Jones Platz acht, während sich Teamkollege Dixon einen seiner ganz seltenen Fehler leistete, nach Kollision mit Takuma Sato und zwei Strafen aber trotzdem noch Sechster wurde.

"Ich finde, wir haben uns ganz gut verkauft", meint Jones und führt aus: "Platz acht in meinem ersten Rennen (für Ganassi; Anm. d. Red.) war ein guter Auftakt. Darauf können wir aufbauen. Wir wissen, dass wir noch viel Raum für Verbesserungen haben und ich bin gespannt, wohin uns das bei den kommenden Rennen führen wird", so der Ganassi-Neuzugang.

Auf einer Stufe mit Teamkollege Dixon sieht sich Jones natürlich noch lange nicht. Vielmehr merkt er voller Respekt vor dem "Kiwi" an: "Wenn ich nur die Hälfte von dem, was Scott erreicht hat, erreichen kann, wäre das riesig."

Dixon ist in der IndyCar-Serie nicht nur viermaliger Champion, sondern liegt in der ewigen Bestenliste der Rennsiege nur noch einen Sieg hinter Michael Andretti und würde mit seinem nächsten Rennsieg gleichauf mit diesem auf Platz drei liegen. Bis zu den Siegmarken von Mario Andretti und A.J. Foyt ist der Weg für Dixon allerdings noch weit.

Was Jones betrifft, so ist Teambesitzer Chip Ganassi überzeugt, dass dieser während der kommenden Rennen "einen Schritt machen wird". Nach dem Saisonauftakt in St. Petersburg zeigt sich der Boss vor allem von der ruhigen und konzentrierten Arbeitsweise seines Neuzugangs beeindruckt: "Am Funk ist er unglaublich ruhig. Das gefällt mir. Er weiß genau, was er tut und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Wenn man ihn bittet, etwas zu tun, dann setzt er es um. Somit werden seine Rundenzeiten von Runde zu Runde besser."

Und wie verträgt sich die Ganassi-Fahrerpaarung 2018 untereinander? "Wenn sich unsere Fahrer verstehen, ist das großartig - wenn nicht, dann ist es mir egal. Eines steht aber fest: Unsere Geschichte zeigt, dass wir immer dann weiter vorn im Feld zu finden sind, wenn sich unsere Fahrer vertragen. Wir spielen in puncto Set-ups und so weiter immer mit offenen Karten", bemerkt Ganassi.

Ob aus der Kombination Dixon/Jones eine ähnlich erfolgreiche werden kann wie es etwa Jimmy Vasser und Alex Zanardi oder Dario Franchitti und Dixon selbst vorgemacht haben, wird die Zukunft zeigen.

© Motorsport-Total.com