GameStop-Aktie: Bots? Schlechte Akteure? Ausländische Agenten …?! Das ist wichtiger!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
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Technologieaktien
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Die GameStop-Aktie (WKN: A0HGDX) wird vermutlich in vielen Jahresrückblicken des Börsenjahres 2021 auftauchen. Auch wenn es bis dahin zugegebenermaßen noch rund zehneinhalb Monate sind, so ist die Causa dieser volatilen Aktie doch schon jetzt legendär.

Die GameStop-Aktie, eigentlich ein Prügelknabe der Wallstreet, hat sich zu einer rasanten Gegenbewegung aufgemacht. Getrieben von vielen Kleinanlegern, die es den großen, bösen Hedgefonds einmal richtig zeigen wollen. Das hat durchaus etwas von einem Märchen. Oder von einer biblischen Analogie.

Wie auch immer: Das Drama geht weiter. Jetzt geht es um Bots, schlechte Akteure. Ja, sogar möglicherweise um ausländische Agenten. Hier ist, was Foolishe Investoren zur Aufbereitung der Causa wissen sollten.

GameStop-Aktie: Wichtige Unterredungen

Wie wir mit Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage feststellen können, geht die Aufbereitung weiter. Nachdem die Geschädigten inzwischen eben nicht mehr bloß Hedgefonds-Manager sind, sondern auch Kleinanleger mit leidvollen Erfahrungen, wird mächtig diskutiert. Dabei steht im Raum, dass insbesondere auf der Plattform WallStreetBets einige Dinge nicht gestimmt haben könnten. Von Bots und schlechten Akteuren ist die Rede. Ja, einige gehen sogar so weit und sprechen von ausländischen Agenten.

Der CEO hinter WallStreetBets und Reddit, Steve Huffman, weist solche Vorwürfe jedenfalls vehement zurück. Man habe die Aktivitäten auf der Plattform überprüft und komme zum Schluss, dass keiner dieser Faktoren eine wichtige Rolle gespielt habe. Das dürfte eine Aussage sein, die hauptsächlich der eigenen Entlastung dient.

Die Vorwürfe dürfte das ebenfalls zurückweisen. Zuletzt haben auch einige Hedgefondsmanager darauf hingewiesen, dass nach deren Analysen Bots für rund 97 % der zeitweise bis zu 30.000 Beiträge verantwortlich gewesen sind. Kleinanleger, die sich mit der GameStop-Aktie die Pfoten verbrannt haben, teilen diese Einschätzung offenbar.

Huffman hingegen betont das positive Potenzial der eigenen Plattform: Auch wenn WallStreetBets wie ein Chaos wirke, so habe es die Community geschafft, elementare Fragen über Fairness und Chancen an den Börsen aufzuwerfen. Das kann man auch so sehen. Oder eben als Kapitel, indem sich viele Investoren finanziell und börsentechnisch verbrannt haben.

Es geht nicht um Bots und so was …

Wenn du mich fragst, geht es bei der GameStop-Aktie nicht um Bots. Es sollte möglicherweise nicht einmal um Aufarbeitung gehen. Nein, sondern die Diskussion sollte sich vielleicht besser auf konstruktivere Dinge konzentrieren: Bildung.

Die GameStop-Aktie ist ein weiteres schwieriges Kapitel. Allerdings können wir anhand dessen einige wesentliche Dinge lernen. Beispielsweise, wie Börsen eben nicht funktionieren.

Möglicherweise sollten die eher kurzfristig denkenden und spekulativ angehauchten GameStop-Visionäre in andere Bahnen gelenkt werden. Beispielsweise dahin gehend, wie man langfristig und unternehmensorientiert ein Vermögen aufbauen kann. Wenn es jedoch um Bots, schlechte Akteure und so weiter geht, zeichnet das ein Bild davon, dass kleine Akteure kein Vermögen mit der Börse aufbauen können. Diese Message ist tunlichst zu meiden.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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