"Game of Thrones"-Star Lena Headey schildert Weinstein-Erfahrung auf Twitter

"Game of Thrones"-Star Lena Headey schildert Weinstein-Erfahrung auf Twitter

Die Liste der Weinstein-Opfer wird offensichtlich immer länger. Nun enthüllt auch "Game of Thrones"-Darstellerin Lena Headey ihre unangenehme Erfahrung mit dem Filmproduzenten auf Twitter. Er habe versucht, seine Macht und seinen Status auszunutzen – doch Headey machte eine klare Ansage.

"Das erste Mal traf ich Harvey Weinstein auf dem Film Festival in Venedig", erinnert sich Lena Headey in einem Twitter-Post. "Irgendwann fragte mich Harvey, ob wir ans Wasser gehen wollen, ich ging mit ihm mit." Plötzlich sei Weinstein angehalten und machte zweideutige Anspielungen. Die "Game of Thrones"-Aktrice versuchte cool zu bleiben. "Ich tat es mit einem Lachen ab, ich war echt geschockt. Ich erinnere mich, dass ich dachte, es wäre ein Witz, ich sagte so etwas wie: 'Ach komm schon?!? Es wäre, als würde ich meinen Vater küssen! Lass und einen Drink holen und zurück zu den anderen gehen.'"

Nach diesem Vorfall habe die 44-Jährige nie wieder einen Miramax-Film gedreht. Dennoch traf sie eines Tages in Los Angeles erneut auf Weinstein. Lena Headey ließ sich auf das Treffen ein, in der Hoffnung, dass sie ihren Standpunkt auf dem Filmfestspiel in Venedig deutlich gemacht hätte. Doch beim gemeinsamen Frühstück stellte der Filmboss Fragen über ihr Liebesleben. Die "Game of Thrones"-Schauspielerin habe das Gespräch schnell wieder auf weniger persönliche Dinge gelenkt.

"Dann ging er auf die Toilette. Er kam zurück und sagte: 'Lass uns auf mein Zimmer gehen, ich will dir ein Drehbuch geben.' Wir gingen zum Fahrstuhl […] und mein ganzer Körper war in Alarmbereitschaft", schreibt die 'Cersei Lennister'-Mimin in ihrem Twitter-Beitrag weiter. Deshalb habe sie noch einmal klargestellt, sie sei nur an Arbeit interessiert und nichts anderem.

Auf dem Weg zu seinem Hotelzimmer habe Weinstein seine Hand auf Lena Headeys Rücken gelegt – sie fühlte sich machtlos. Glücklicherweise funktionierte die Schlüsselkarte nicht und so musste der Filmproduzent zur Lobby. Dort habe er ihr folgendes ins Ohr geflüstert: "Erzähl niemand davon, nicht deinem Manager, nicht deinem Agenten." Die "Game of Thrones"-Protagonistin sei zu ihrem Wagen gegangen und habe geweint.