Galerien: Go West

Galerie Mehdi Chouakri: Der Galerist ist hier in der Spiegelung eines Bildes von Gerold Miller zu den. Er vertritt den Künstler

Es ist gar nicht allzu lange her, da zogen Kunstfreunde einen Flunsch, wenn man ihnen sagte, man schaue sich jetzt eine Galerie in Charlottenburg an. "Ach", sagten sie dann fast mitleidig, "wir ziehen lieber nach Mitte". Diese Zeiten sind vorbei. Der Trend der Galeristen in den neuen alten Westen zu gehen, ist ungebrochen und belegt einmal mehr die Wandlungsfähigkeit der Szene. Es ist auch ein Bekenntnis zur Tradition in einem Bezirk wie Charlottenburg, wo sich kunsthändlerische Tradition mit Gründerzeit-Charme verbinden.

Zu diesem Aufschwung haben sicher auch die Fotostrategen von C/O Berlin beigetragen, denen es in kurzer Zeit gelungen ist, das Amerika Haus für ein breites Publikum lebendig zu öffnen. Die Rückbesinnung auf den Westen sei längst überfällig, meint auch Werner Tammen, Vorsitzender des Landesverbandes der Berliner Galerien. Galerist Michael Schultz, seit 30 Jahren Platzhirsch an der Mommsenstraße, schwört auf die "Stabilität" Charlottenburgs.

Nach der Wende zogen viele Galerien in den Osten, die Mieten waren niedrig, der Ostteil versprach Aufbruch. Dass der Mitte-Hype abgeklungen ist, hat sicher auch mit einem Generationenwechsel zu tun. Wer damals Ende 20, Anfang 30 war und sich neu erfinden wollte, der hat heute seinen 50. Geburtstag hinter sich.

Statt Coolnessfaktor nun Tradition und Beständigkeit

Der letzte prominente Zuzügler ist Mehdi Chouakri mit seiner gleichnamigen Galerie. Mit der Adresse am Fasanenplatz (Fasanenstraße 61 ) und in der Mommsenstraße be...

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