Galeria erhält Staatskredit von 460 Mio. Euro als Coronahilfe

Birgit Jennen
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Galeria Karstadt Kaufhof GmbH, die Kaufhauskette des österreichischen Investors René Benko, soll unterrichteten Kreisen zufolge einen Hilfskredit der deutschen Bundesregierung erhalten.

Finanzministerium und Wirtschaftsministerium verständigten sich auf ein Darlehen an den größten deutschen Warenhausbetreiber in Höhe von 460 Millionen Euro, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte. Eine endgültige Entscheidung könnte noch am Mittwoch fallen.

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesregierung werde dabei keinen Anteil an Galeria übernehmen, sondern den Kredit als Nachrangdarlehen gewähren, hieß es weiter. Die Gesellschaft war für eine Stellungnahme nicht sofort erreichbar.

Galeria hatte im vergangenen Jahr ebenfalls einen Hilfskredit erwogen, dann aber ein Schutzschirmverfahren durchgeführt - eine Form der Insolvenz in Eigenverwaltung. Dieses endete im letzten Jahr mit einer weitgehenden Entschuldung. Dabei wurden nach Angaben der Gewerkschaft Verdi auch 41 Kaufhäuser geschlossen und 2.500 Stellen gestrichen. Seit Mitte Dezember sind die Warenhäuser jedoch neuerlich wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

Benkos Signa Holding GmbH hat über die letzten Jahre Stück für Stück die beiden Kaufhausketten Karstadt und Kaufhof übernommen. Er ist über seine getrennte Immobilien-Sparte auch Vermieter einiger Kaufhäuser. Teil der Vereinbarung mit der Bundesregierung ist eine Mietminderung sowie Sicherheiten für den Kredit, sagten die Personen.

Überschrift des Artikels im Original:Benko’s Karstadt Set to Get $560 Million German Government Loan

(Ergänzt um Einigung der Ministerien im zweiten Absatz)

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