Gala! Hamilton trotzt Verstappens Raketenstart - Alonso brilliert

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Lewis Hamilton kontrolliert das Rennen in Katar vom Start bis zum Ziel. Max Verstappen betreibt dank eines unglaublichen Starts Schadensbegrenzung. Fernando Alonso brilliert, Sebastian Vettel rettet einen Punkt.

Lewis Hamilton gewinnt den erstmals ausgetragenen Großen Preis von Katar. (Bild: Getty Images)
Lewis Hamilton gewinnt den erstmals ausgetragenen Großen Preis von Katar. (Bild: Getty Images)

Was für eine Machtdemonstration! Lewis Hamilton hat den erstmals ausgetragenen Großen Preis von Katar mit spielerischer Leichtigkeit gewonnen und den Rückstand auf WM-Leader Max Verstappen weiter verkürzt. 

Der Red-Bull-Pilot betrieb zumindest Schadensbegrenzung nach seiner Rückversetzung und schaffte es dank eines Raketenstarts, der ihn von Startplatz sieben direkt drei Plätze nach vorne brachte, auf die zweite Position.

Mit der schnellsten Rennrunde holte Verstappen zudem einen Extrapunkt und hat damit noch acht Punkte Vorsprung auf Hamilton in der Gesamtwertung. 

Podest-Coup von Alonso - Vettel stark nach Horror-Start

Auf dem Wüstenkurs muss Mercedes-Star Hamilton auf den Niederländer dennoch wie eine weit entfernte Fata Morgana gewirkt haben.

Umso enger geht es nun in der Fahrer-WM zu: Noch zwei Rennen in Saudi-Arabien (5. Dezember) und Abu Dhabi (12. Dezember), sind zu fahren, das Saisonfinale wird das engste seit Jahren sein.

Und der achte WM-Titel, der alleinige Rekord vor Michael Schumacher, ist für Hamilton wieder völlig realistisch - dabei wirkte er vor einigen Wochen beinahe geschlagen.

Alonso rettet Podestplatz ins Ziel

Den dritten Platz rettet der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso knapp vor Verstappens Teamkollege Sergio Pérez ins Ziel. Für den Alpine-Piloten war es das erste Podium seit 2014.

Sebastian Vettel holte trotz eines miserablen Starts, der ihn von Startplatz 10 bis auf Rang 17 zurückspülte, immerhin noch einen WM-Punkt als Zehnter. 

Mick Schumacher kam im unterlegenen Haas auf Rang 16 ins Ziel und überrundete dabei fast seinen Teamkollegen Nikita Mazepin.

Red Bull sauer über Verstappen-Strafe

Schon in den vergangenen Wochen war der Titelkampf nicht nur auf der Strecke ausgefochten worden, der Ton wurde auch abseits immer rauer. 

In Katar setzte sich das nahtlos fort. Ein Mercedes-Protest gegen ein Verstappen-Manöver beim vergangenen Rennen sorgte für Ärger, wurde letztlich aber abgewiesen. Doch für Red Bull gab es noch vor dem Rennstart den nächsten Aufreger: Verstappen verlangsamte im Qualifying unter Gelber Flagge nicht ausreichend, kassierte eine erwartbare Fünf-Plätze-Strafe für die Startaufstellung.

"Völlig unverständlich": Red Bull sauer nach Verstappen-Strafe

Sein Rennstall allerdings empfand sie als „brutal“, ein Marshall habe die Flagge fälschlicherweise geschwenkt, „im WM-Kampf ist das ein massiver Schlag“, sagte Teamchef Christian Horner. Die Formel 1 brauche „Erwachsene, die erwachsene Entscheidungen treffen.“

Verstappen gelingt Raketenstart

Am Start stand also Hamilton ganz vorne, Verstappen nur auf sieben, unter umgekehrten Vorzeichen war das eine ähnliche Situation wie sieben Tage zuvor in Brasilien. 

Und auch dieses Mal sollte es nicht lange dauern, bis die Titelrivalen wieder unter sich waren.

Hamilton blieb am Start locker vorne, Verstappen benötigte nur fünf Runden, um Bottas, Carlos Sainz (Ferrari), Lando Norris (McLaren), Alonso und Pierre Gasly (AlphaTauri) zu überholen.

Hamilton zu schnell für Verstappen

Nun allerdings zeigte sich Hamiltons Geschwindigkeitsvorteil: Der Engländer konnte seinen Vorsprung ausbauen, lag bald fast zehn Sekunden vor Verstappen, der seinerseits über abbauende Reifen klagte. 

Red Bull holte ihn zum Wechsel, gab ihm die harten Reifen - und Hamilton wollte am liebsten noch eine Weile weiterfahren.

Mercedes ging allerdings kein Risiko und kopierte die Strategie der Rivalen. Nur eine Runde später bekam auch Hamilton harte Reifen und war nicht ganz glücklich. „Dieser Stopp kam viel zu früh“, funkte er an die Box.

Mercedes-Taktik geht auf

Doch die Taktik ging auf, Verstappen konnte zu keinem Zeitpunkt Druck aufbauen. 

Auch die zweiten Stopps brachten keine Spannungsmomente, Hamiltons Vorsprung war einfach zu groß. 

Verstappen sicherte sich kurz vor Rennende nach einem erneuten Reifenwechsel immerhin den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde.

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