Gabriel sieht Alternativen zu Fusion der Stahlgeschäft von Thyssenkrupp und Tata

dpa-AFX

DUISBURG (dpa-AFX) - In der Debatte um die Zukunft der Stahlsparte von Thyssenkrupp hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) das Unternehmen aufgefordert, über Alternativen zu einer Fusion der Sparte mit Tata Steel zu sprechen. Dies müsse in Strategierunden mit Arbeitnehmervertretern besprochen werden, sagte Gabriel am Freitag nach einem Treffen mit Betriebsräten und Vertrauensleuten der IG Metall in Duisburg. "Es gibt Alternativen dazu. Es gibt nationale, über die man reden kann, es gibt internationale, es gibt im Konzern Alternativen", erklärte Gabriel. Zu den Plänen selbst äußerte Gabriel sich ablehnend: "Ich glaube, dass vieles für die Argumente der Betriebsräte spricht, dass das eine Sackgasse ist, dass dabei ein schlechtes Geschäft für Thyssenkrupp rauskommt und große Gefahren für den Stahlstandort."

Über die Fusion seiner Stahlsparte mit dem indischen Unternehmen Tata Steel verhandelt Thyssenkrupp bereits seit Monaten. Betriebsräte und die Gewerkschaft IG Metall fürchten unter anderem den massiven Abbau von Arbeitsplätzen und sehen den Stahlstandort Duisburg in Gefahr.