Gabriel sagt US-Kollege Tillerson Unterstützung bei Flutkatastrophe in Texas zu

Gabriel (l.) und Tillerson im State Department

Bei seinem kurzfristig angesetzten USA-Besuch hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) die politische Abstimmung mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson gesucht. Er habe Tillerson bei dem Gespräch, das "deutlich länger" als geplant gewesen sei, auch Unterstützung beim Kampf gegen die Flutkatastrophe in Texas angeboten, sagte Gabriel am Dienstag nach dem Treffen in Washington.

"Nichts ist vergleichbar mit dieser Katastrophe, die dort herrscht", sagte Gabriel zu den verheerenden Überschwemmungen in dem US-Bundesstaat. "Wo immer wir helfen können, würden wir das tun." Weitere Themen seines Gesprächs mit Tillerson waren nach Angaben Gabriels unter anderem das Atomprogramm Nordkoreas, den Erhalt des Nuklearabkommens mit dem Iran und die US-Sanktionen gegen Russland.

So sagte Gabriel zum Atomabkommen mit dem Iran, Deutsche und Europäer seien "sehr daran interessiert, dieses Abkommen zu erhalten". Angesichts der Sorgen in den USA hob er hervor, der Iran müsse "jedes Detail in die Tat umsetzen". Dafür werde Deutschland gemeinsam mit Großbritannien, Frankreich und den USA "Druck machen".

Vor seiner Abreise nach Washington hatte Gabriel mit Blick auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen gesagt, dass "wir in letzter Zeit nicht immer auf einer Wellenlänge liegen". Umso wichtiger sei der Dialog mit dem wichtigen Verbündeten USA. Es war der dritte USA-Besuch des SPD-Politikers seit seinem Amtsantritt als Außenminister vor sieben Monaten.