G7 in Bayern: Millionenkosten und Zehntausende Demonstranten

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Das bayerische Innenministerium erwartet beim bevorstehenden G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Kreis Garmisch-Partenkirchen Zehntausende Gegendemonstranten. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte am Mittwoch im Landtag an, Bayern werde alles tun, um das Recht der Bürger auf friedliche Demonstrationen bei der Veranstaltung vom 26. bis zum 28. Juni im Rahmen der geltenden Bestimmungen zu schützen.

Genauso werde aber entschlossen gegen Störer und Gefährder vorgegangen, sagte Herrmann. Für das Sicherheitskonzept seien Haushaltsmittel in Höhe von 180 Millionen Euro veranschlagt, die Bayern vom Bund als Gipfel-Veranstalter zurückfordern will. Es wird der zweite G7-Gipfel auf Schloss Elmau sein nach dem im Jahr 2015.

Die Polizei müsse sich darauf vorbereiten, dass einzelne Gipfelgegner ihre Anliegen mit unzulässigen Mitteln verfolgen werden. "Gegen diese Personen werden wir - und das sage ich auch in aller Deutlichkeit - entschlossen und konsequent vorgehen, um insbesondere diesbezügliche Störungen des Gipfeltreffens möglichst bereits im Vorfeld zu verhindern beziehungsweise im Ansatz zu unterbinden", sagte Herrmann.

Der Minister nannte keine Zahl von Polizisten, die zur Sicherung des Gipfels eingesetzt würden. 2015 seien es in der Spitze 18 000 gewesen. Allgemein wird mit einer ähnlichen Zahl gerechnet. Es lägen zwar keine konkreten Bedrohungen vor. Allerdings müsse auch wegen des sich direkt anschließenden Nato-Gipfels in Madrid mit internationalem Protest gerechnet werden.

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