G20: USA sind Einzelgänger beim Klima

Die Teilnehmerländer des G20-Gipfels in Hamburg haben sich auf eine Abschlusserklärung geeinigt. Darin werden unter anderem Kompromisse in der Handelspolitik festgehalten. Weniger Einigkeit herrschte beim Thema Klimawandel – die USA bleiben bei ihrem Entschluss, aus der Vereinbarung von Paris auszusteigen.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bedauerte das, unterstrich jedoch: “Da, wo es keinen Konsens gibt, muss im Kommuniqué auch der Dissens erscheinen”, sagte sie in Bezug auf die Hamburger Abschlusserklärung. Die USA waren der einzige G20-Teilnehmer, der diesen Weg ging, alle übrigen bekannten sich zu den Zielen, die in dem Pariser Abkommen festgehalten wurden.

Russlands Präsident Wladimir Putin betonte, er habe in Hamburg mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump eine gemeinsame Arbeitsgrundlage gefunden. Fast zweieinhalb Stunden sprachen die beiden miteinander. “Es wäre falsch, Ihnen alle Einzelheiten meines Gesprächs mit Donald Trump preiszugeben. Er hat eine Frage gestellt, ich habe geantwortet. Er hatte weitere Fragen, auch auf die habe ich geantwortet. Ich glaube, er war mit meinen Antworten zufrieden”, so Putin während einer Pressekonferenz.

Putin habe jegliche russische Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl im vergangenen Jahr abgestritten, berichtete US-Außenminister Rex Tillerson. Trump habe Putin in Hamburg mit dem Thema konfrontiert, so Tillerson.