G20/STICHWORT: Momente des zweiten politischen Gipfeltags

dpa-AFX

HAMBURG (dpa-AFX) - Welche Momente des G20-Gipfels in Hamburg werden in Erinnerung bleiben? Ohne Zweifel sind das die Bilder von den Krawallen. Aber auch in den Messehallen gab es interessante Begebenheiten - ein Überblick:

Die Ersatz-Frau

Plötzlich saß eine Frau auf dem Platz von Donald Trump. Im Kreise der Staats- und Regierungschefs hatte bei einer Sitzung der G20 Trumps Tochter Ivanka auf dem Sessel des US-Präsidenten Platz genommen. Ein Bild von der Szene machte in Sozialen Netzwerken die Runde. Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm es locker. Ivanka sei Teil der US-Delegation und diese könne entscheiden, wer auf dem Sessel des Staatschefs Platz nehme, wenn dieser den Saal verlassen müsse. Spötter sprachen im Internet von Verhältnissen wie in einer Monarchie.

Der Selfie-Mann

Selfie gefällig? Während die meisten Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen unter sich blieben, spazierte einer ganz entspannt durch Hamburg. Der französische Präsident Emmanuel Macron lief an der Außenalster entlang, gab dabei Interviews, ließ sich immer wieder von Passanten zu Selfies überreden oder schüttelte Hände, wie in einem Video auf seiner Facebook-Seite zu sehen ist. In Kommentaren zeigten sich die meisten Zuschauer angetan. "Bravo", schrieb ein Nutzer. "Was für ein Präsident", meinte ein anderer. Lob gab es auch für sein gutes Englisch.

Der Buh-Mann

Olaf Scholz schaute recht sauertöpfisch drein, als er die Partner und Partnerinnen der Staats- und Regierungschefs im Hamburger Rathaus begrüßte. Ihm waren wohl noch die Bilder aus dem Schanzenviertel im Kopf, die in der Nacht um die Welt gegangen waren. Und die mit den Gewaltexzessen verbundenen Vorwürfe, auch gegen seine Person. Scholz steht als Mitverantwortlicher für den Polizeieinsatz in der Kritik.

Der Helfer

"Welcome to Hamburg - may I help you?" Der freundliche und gut aussehende Herr hinter dem Tresen im G20-Gipfelgebäude bietet am Samstag nach Ende des Treffens der Staats- und Regierungschefs Journalisten seine Hilfe an. Sie eilen gerade von einem Termin mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zurück an ihre Arbeitsplätze und suchen nach dem richtigen Weg in den riesigen Messehallen. Plötzlich drehen sich die Fotografen um und fangen an, Bilder von dem höflichen Menschen zu machen. Ein deutscher Diplomat, der die Szenerie beobachtete, sagt, der Mann sei einfach unschlagbar. Hinter dem Tresen sitzt der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau (45). Er hat sich einen Scherz erlaubt und dreht sich weg, als die Kameras klicken. Und lacht in sich hinein.