G20: Jetzt stellt sich die Frage nach der Schuld an den Krawallen

Viele Politiker nehmen den Polizeieinsatz in Schutz, jedoch gibt es auch Kritik.

Mit Besen und Schippen machten die Hamburger am Sonntag in einer gemeinsamen Aufräumaktion ihr Schanzenviertel in Hamburg wieder begehbar und beseitigten die Schäden in der Straße. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kam am Morgen in die Hansestadt. Er traf Ladenbesitzer, Anwohner, fuhr ins Bundeswehrkrankenhaus.

„Schlimme Bildern und schlimme Taten“ 

Parallel dazu zogen die Sicherheitsbehörden und der Hamburger Bürgermeister Bilanz. Sie verteidigten ihre Strategien und ihr Sicherheitskonzept zum G20-Gipfel, der am Samstag offiziell endete. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sprach von „schlimmen Bildern und schlimmen Taten“ und sicherte den Opfern eine Entschädigung zu. Das sei bereits mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vereinbart. „Diese Gewalt ist eine Verrohung, die wir nicht hinnehmen werden“, machte Scholz klar.

Gleichzeitig verteidigte er die Entscheidung, den G20-Gipfel in einer Stadt wie Hamburg auszutragen. Auch Steinmeier erklärte, dass Große Konferenzen wie der G20-Gipfel vielleicht nicht immer das Notwendigste erreichten. „Aber wie anders soll es denn überhaupt Fortschritte geben?“, fragte er. Wenn ein demokratisch gefestigtes Land wie Deutschland sich nicht mehr in der Lage sehe, Treffen wie diese auszurichten, „dann überlassen wir die Entscheidung einigen wenigen brutalen Gewalttätern“.

Gefahrenprognose hat sich bewahrheitet

„Die Polizei hat Enormes und Herausragendes geleistet“, sagte auch Hamburgs Innensenator Andy Grote. Ziel sei es gewesen, die Ausrichtung des G20-Gipfels sicherzustellen. „Und das ist gelungen“, erklärte er am Nachmittag in Hamburg. Grote sprach von „bewaffneten und antidemokratischen Gewalttätern“ und „skrupellosen Gewaltakten“, die er in dieser Form noch nicht erlebt habe. „Unsere Gefahrenprognose hat sich bewahrheitet“, sagte er. Der Einsatz sei auch noch nicht zu Ende. Auch in der Nacht zu Sonntag kam es in der Hansestadt zu Ausschreitungen.

Freitagabend hatten gewaltbereite Linksextreme bis tief in die Nacht gewütet: Zerstörte...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung