G20: Leitende Polizeikräfte werden intensiv für Demonstrationseinsätze ausgebildet

Auch die Nutzung sozialer Medien wird gelehrt.

In Hamburg wird jetzt ermittelt, was das Zeug hält. Um herauszubekommen, wer hinter den Krawallen am Rande des G20-Gipfels steckt, will die Polizei in der Hansestadt eine Sonderkommission mit bis zu 170 Ermittlern einsetzen. Etwa hundert bis 110 Beamte sollten aus Hamburg kommen und bis zu 60 weitere aus anderen Bundesländern, kündigte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer am Dienstag an. Der Polizei liege umfangreiches Beweismaterial vor. Dazu zählten über 2000 Bilddateien von Zeugen und „hunderte Stunden“ Dokumentationsmaterial aus den Einsätzen.

Auch sonst ist der Fall noch lange nicht abgeschlossen. So wird intensiv über die Frage diskutiert, ob das linksautonome Zentrum im Schanzenviertel, die Rote Flora, dicht gemacht werden soll. Eine Online-Petition auf der Plattform Change.org fand bis Dienstagmittag bereits 5700 Unterzeichner, wurde vom Initiator dann aber „aus persönlichen Gründen“ – vermutlich handelt es sich um Anfeindungen – zurückgezogen. Ziel der Petition: Aus dem seit bald 30 Jahren besetzten ehemaligen Theater einen Kindergarten oder eine Grundschule zu machen. Experten warnten unterdessen vor den Konflikten, die einer Räumung folgen würden. Sicherheitskreise fürchten außerdem einen Kontrollverlust, wenn man nicht mehr wisse, wo sich die Mitglieder der Szene dann aufhielten.

Rund 600 Stunden Training

Der Polizeieinsatz ist generell in doppelter Weise relevant – mit Blick auf die Vorbereitung und mit Blick auf die Nachbereitung.

Der Leitende Polizeidirektor Günther Epple von der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster, die sich um polizeiliche...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung