G20: Ivanka Trump rückt kurz in die Rolle ihres Vaters

Ivanka Trump am Samstag während des G20-Gipfels. Im Laufe des Tages sprang sie während einer Konferenz für ihren Vater ein. (Bild: Reuters)

US-Präsidententochter Ivanka Trump hat ihren Vater am Samstag für kurze Zeit im Kreise der Staats- und Regierungschefs beim G20-Gipfel in Hamburg vertreten. Sie habe sich kurz auf dessen Stuhl an der Seite von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und Großbritanniens Premierministerin Theresa May gesetzt, sagte eine Sprecherin Ivanka Trumps US-Medien. Der Präsident habe zu dem Zeitpunkt den Saal verlassen müssen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, dies sei im Rahmen des Üblichen. Die Delegationen entschieden selbst, wer bei Abwesenheit des Staats- oder Regierungschefs dessen Position einnimmt. Ivanka Trump gehöre zur US-Delegation. «Es ist insofern im Rahmen dessen, was andere Delegationen auch tun», sagte Merkel.

Eine russische Diplomatin hatte ein Foto von der Szene mit Ivanka Trump im Kreise der Weltpolitiker auf Twitter gestellt. Die Tochter sei bei mindestens zwei Gelegenheiten an die Stelle des Präsidenten getreten, habe aber nicht das Wort ergriffen.

Ivanka Trump hat wie ihr Ehemann Jared Kushner eine offizielle Rolle im Weißen Haus. Trump steht deshalb in den USA in der Kritik, weil er Familienmitglieder in wichtige Positionen hebt. Das Weiße Haus war dem häufig mit der Argumentation begegnet, Ivanka Trumps Rolle sei nicht vorrangig politisch.