G20/Greenpeace: Kohle nicht mehr konkurrenzfähig - G20 sollen aussteigen

dpa-AFX

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Energieerzeugung aus Kohle steht nach Einschätzung der Umweltorganisation Greenpeace vor ihrem Ende. Nicht nur sei der Kohleverbrauch weltweit seit zwei Jahren rückläufig, sondern Kohle verliere auch global ihre Wettbewerbsfähigkeit, heißt es in einer am Mittwoch in Hamburg vorgelegten Greenpeace-Studie. Schon heute gebe es in der Hälfte der G20-Länder eine erneuerbare Energie, die günstiger oder gleich günstig wie konventionelle Energieerzeugung sei, sagte Greenpeace-Energieexperte Tobias Austrup. Noch vor dem Jahr 2030 werde das für alle Länder gelten. "Wer heute noch sein Geld in Kohle oder Atommeiler steckt, investiert in Technik, die morgen nicht mehr konkurrenzfähig ist."

Die Staaten der G20 sollten deshalb bei ihrem Gipfel in Hamburg ein klares Signal zum Ausstieg aus der Kohle setzen, fordert Greenpeace. Die Länder der G20 produzieren mehr als 80 Prozent der weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen, allein China, die USA und Indien die Hälfte.