G20-Gipfel: Innensenator: Möglicherweise Krawalle in Berlin während G20

Innensenator Andreas Geisel (SPD) (Archivbild)

Berliner Sicherheitsbehörden rechnen damit, dass Teile der linksextremistischen Hauptstadt-Szene nicht wie erwartet zu Protesten zum G20-Gipfel nach Hamburg fahren. Vielmehr könnte es während des Gipfels zu gewalttätigen Aktionen in Berlin kommen. Wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Mittwoch am Rande des Ausschusses für Verfassungsschutz weiter sagte, gehe die Szene wohl davon aus, dass die Stadt am 7. und 8. Juli "fast entblößt sein könnte" und dadurch "Freiräume" entstünden. Berlin schickt Hunderte Polizisten nach Hamburg, die dort mit für die Sicherheit des Gipfels sorgen sollen.

Als Indiz für diese Strategie sieht der Innensenator, dass die linksextremistische "Häuserszene" nur zurückhaltend zu Protesten gegen den G20-Gipfel aufrufe.

"Wir haben trotzdem genug Polizei, um für die Sicherheit in Berlin zu sorgen", betonte der Senator. Vor dem Hintergrund immer neu aufflammender Gewalt in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain waren die Sicherheitsbehörden bislang davon ausgegangen, dass sich die linksextremistische Szene für die Proteste in Hamburg warmläuft.

Seit 2013 Anstieg der Gewalt in Rigaer Straße

Seit 2013 sei ein Anstieg der Gewalttaten in der Rigaer Straße zu beobachten, sagte Geisel im Ausschuss. Gezielt werde die Konfrontation mit der Polizei gesucht, um rechtsfreie Räume im Kiez zu schaffen. Der SPD-Politiker sprach von einer strategischen Eskalation. Die Lage könnte sich weiter zuspitzen. Gewalttäter müssten isoliert werden, sagte Geisel.

"Die Rigaer Straße...

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