G20-Gipfel: Senator: Drei Tage Sonderurlaub für Berlins G20-Polizisten

Polizisten vor einem Wasserwerfer in Hamburg

Berlins Innensenator Andreas Geisel hatte ihnen bereits am Wochenende für ihre Arbeit gedankt. "Alle, die in Hamburg im Dienst waren, sind an die Grenzen ihrer Belastung gegangen", sagte Geisel am Montag. "Ihnen gebührt unser Respekt und unsere Wertschätzung. Ich habe deshalb entschieden, allen Beamten, die in Hamburg im Dienst waren, drei Tage Sonderurlaub zu gewähren." Die Polizeibeamten wären dort über die Maßen beansprucht gewesen, so Geisel. Deswegen werde man auch bei der regulären Abrechnung der von den Kolleginnen und Kollegen erbrachten Überstunden alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen, um der außergewöhnlichen Einsatzbelastung Rechnung zu tragen, versprach der Innensenator.

Inzwischen werden immer mehr Einsatzdetails vom vergangenen Wochenende beim G-20-Gipfel in Hamburg bekannt. So musste die Polizei laut der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) etwa auf veraltete Technik zurückgreifen. "700 Einsatzkräfte haben sich eine Funkgruppe teilen müssen, so dass teilweise auf analoge, veraltete und nicht zeitgemäße Technik zurückgegriffen werden musste", berichtete GdP-Vorstand Stephan Kelm, der als Direktion-E-Personalrat ebenfalls in Hamburg vor Ort war. "Das ist umso erwähnenswerter, weil unter den Kollegen auch junge Dienstkräfte dabei waren, denen diese Technik bis dahin unbekannt war", so Kelm weiter. Zudem seien die dafür notwendigen Akkus nach fünf Jahren Lagerung kaum einsetzbar gewesen. Viele Beamten hätten in der Folge häufig zum Handy gegriffen, um Verstärkun...

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