G20 Demos: Hier wird beim G20-Gipfel in Hamburg demonstriert

Welche Demos geplant sind, wo und wann sie starten. Mit Karte zum Herunterladen.

Der G20-Gipfel wirft seine Schatten voraus! Harte Proteste werden bereits seit Wochen angekündigt, die Polizei ist mit über 15.000 Einsatzkräften an der Elbe. Der Widerstand gegen das Treffen der Regierungschefs der G20-Staaten formiert sich seit Monaten. Trotz des Demo-Verbots in der Innenstadt wurden bisher zahlreiche Veranstaltungen angemeldet und auch offiziell genehmigt. Die MOPO gibt eine Übersicht über die geplanten Protest-Aktionen und Demonstrationen zum G20-Gipfel.

G20-Demo in Hamburg am Sonntag, 2. Juli

G20-Protestwelle

Es soll eine der größten Demonstrationen sein, die im Vorfeld des Gipfels durch Hamburg zieht: die G20-Protestwelle soll am Sonntag, 2. Juli, ab 12 Uhr vom Hamburger Rathausmarkt bis nach St. Pauli schwappen. Die offiziell angemeldete Großdemo wird zudem mit Flößen, Kanus  und Booten aus der Binnenalster begleitet. Es ist die letzte Großdemo, bevor die Stadt abgeriegelt wird.

Dauerdemo im Gängeviertel ab Dienstag, 4. Juli

Ab dem 4. Juli bis zum Ende des Gipfels will sich das alternative Gängeviertel als Aufenthaltsort für Demonstranten und Aktivisten zur Verfügung stellen. Weil das Gängeviertel innerhalb der Demoverbotszone liegt, hat das Verwaltungsgericht die Dauerdemo für den Zeitraum von Freitag, 7. Juli, 6 Uhr, bis Samstag, 8. Juli, 17 Uhr untersagt. Die Gängeviertel-Aktivisten haben angekündigt, gegen das Verbot vor das Hamburger Oberverwaltungsgericht ziehen. Unter dem Motto „Kraft tanken!” wollen sie auch an den beiden Gipfeltagen Räume „zum Essen und Trinken, zum Verweilen und Entspannen, zum Verkleiden und Ausprobieren, zum Kraftschöpfen und Sich-Begegnen" zur Verfügung stellen.

„Hedonistisches Massencornern“ am Dienstag, 4. Juli

Gemeinsam grillen, diskutieren, Spiele spielen, Bier trinken: Am Dienstag, 4. Juli, sollen Hamburger, die „den Gipfel und den mit ihm verbundenen Ausnahmezustand ablehnen“, zum „hedonistischen Massencornern“ zusammenkommen – auf St. Pauli, in der Schanze, im Karoviertel, in Ottensen und anderswo. „Wir wollen damit zeigen, dass Protest solidarisch und dezentral funktioniert“, heißt es in der Ankündigung. „Alle Straßen der angrenzenden Viertel werden durch das gemeinsame Hören des Radioprogramms und das gemeinsame Cornern miteinander verbunden um eine laute, bunte, chaotische, lustige und spaßige Protestsituation zu schaffen, bei dem wir zeigen wollen, wie eine solidarische Stadt der Zukunft aussehen kann.“ Der Sender FSK 93,0 überträgt von 16 bis 22 Uhr eine Sondersendung mit passender Musik.

G20-Demos am Mittwoch, 5. Juli

Gipfel für globale Solidarität auf Kampnagel

Auch eine Form des Protests: Am 5. und 6. Juli findet im Veranstaltungszentrum Kampnagel der „Gipfel für globale Solidarität” statt....Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo