G20-Ausschreitungen kosten Versicherer 12 Millionen Euro

Der G20-Gipfel in Hamburg wurde von gewaltsamen Ausschreitungen überschattet. (Bild: ddp images/Nicolas Liponne/NurPhoto/Sipa US)

Die Krawalle während des G20-Gipfels in Hamburg werden die Versicherer teuer zu stehen kommen. Die Sachschäden belaufen sich auf mehrere Millionen Euro.

Brennende Autos, eingeworfene Fensterscheiben, geplünderte Geschäfte: Während des G20-Gipfels herrschte in Hamburg Ausnahmezustand. Die durch die gewaltsamen Ausschreitungen entstandenen Schäden werden für Deutschlands Versicherer erwartungsgemäß teuer enden.

Wie „Bild“ berichtet, belaufen sich die versicherten Schäden nach einer ersten Schätzung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf zwölf Millionen Euro. Berücksichtigt wurden dabei Schäden an Autos, Wohngebäuden und Geschäften, die etwa durch Brandsätze oder Steinwürfe entstanden sind.

Im Stadtgebiet von Hamburg wurden am G20-Wochenende mehrere dutzend Autos angezündet. (Bild: INTERTOPICS/pa)

Mit vier Millionen Euro entfällt allein ein Drittel der geschätzten Gesamtsumme auf Fahrzeuge. Während noch nicht bekannt ist, wie viele Autos während der Ausschreitungen beschädigt wurden, rechnen Experten der „Bild“ zufolge mit mindestens einer hohen zweistelligen Anzahl.

Wer entstandene Schäden noch nicht gemeldet hat, sollte dies laut GDV schnellstmöglich nachholen und nach Möglichkeit auch Fotos vorlegen. Für Schadensfälle, die nicht von einer Versicherung übernommen werden, gebe es außerdem bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank einen Härtefallfonds, der Opfer der Ausschreitungen unterstützen soll.

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