Warum der G-20-Gipfel die Welt über Jahre hinaus verändern könnte

Ros Atkins

Der Autor dieses Gastbeitrags ist BBC World News-Moderator. Die Meinungen und Schlussfolgerungen, die hier gezogen wurden, sind allein die des Autors.

Ros Atkins

Vor nicht allzu langer Zeit war noch relativ klar ersichtlich, welche Themen bei einem G20-Treffen auf der Agenda stehen würden: Handel, Sicherheit, und Klimaschutz. Beim bevorstehenden Gipfel in Hamburg verschwimmen die Grenzen. Der G20 ist ursprünglich aus einer Finanzkrise heraus entstanden, die unser globales Finanzsystem extrem belastete. Nun sind es die Grundlagen der Zusammenarbeit von Regierungen, Nationen und internationalen Konzernen und Behörden, die dieser Belastung ausgesetzt sind. Und ich erkläre auch warum.

Wenn man — wie ich — die vergangenen zwölf Monate damit beschäftigt war, in einem Scherbenhaufen zu wühlen nach einer Serie von politischen Erdbeben in der westlichen Welt, weiß man, wie schwer es ist, die genauen Gründe auszumachen, die zu diesem Punkt geführt haben. Der Wahlausgang in den USA und in Frankreich sowie die Brexit-Abstimmung in Großbritannien war noch bis kurz vor dem Ergebnis undenkbar.

Wähler wollen einen grundlegenden Wandel

Kaum einer hatte es kommen sehen, und deshalb sollten wir uns davor hüten so zu tun, als würden wir es jetzt verstehen. Doch nach all den detailliert recherchierten Berichten und den jüngsten Wahlen in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich, lässt sich doch eine tiefe Sorge hinsichtlich darüber erkennen, wie unsere Welt und unsere Demokratien organisiert sind.

Natürlich sind Wähler unterschiedlicher Meinung darüber, was anders laufen sollte; sie sind sich jedoch darüber einig, dass ein politischer Wandel allein nicht reicht. Dass wir einen grundlegenden Wandel brauchen, wie Staaten, Firmen und Gesellschaften ineinandergreifen. Und es ist offensichtlich, dass sie keiner der bestehenden politischen Parteien und Player solche Veränderungen zutrauen.

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