Günther warnt vor Überbelastung: "Sonst steuern wir auf eine Riesenkatastrophe zu"

SID
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Geschäftsführer Karsten Günther vom Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig hat erneut vor einer Überbelastung der Profis gewarnt und eindringlich zu einem zielführenden Dialog zur Ausdünnung des Spielkalenders aufgerufen. "Wir müssen jetzt Lösungen erarbeiten, und zwar dringend, sonst steuern wir alle auf eine Riesenkatastrophe für den Handball hin", sagte Günther am Sonntag am Sky-Mikrofon.

Die aktuellen Entwicklungen in der Handball-Bundesliga (HBL) zeigten, "dass wir die Liga wahrscheinlich niemals bis zum Ende mit 38 Spieltagen durchkriegen", sagte Günther. Allerdings sei keiner bereit, "irgendwie einen Schritt auf den anderen zu zumachen und zu sagen, okay, ich trete von meinem Recht zurück oder wir gleichen gemeinschaftlich finanzielle Verluste aus, wenn wir den Spielplan entsprechend anpassen müssen", ergänzte Günther.

Generell sprach der Vereinschef nahezu alle Handball-Institutionen an, angefangen mit dem Weltverband IHF, der Europäischen Handball-Föderation EHF sowie der HBL, er richtete seinen Appell aber auch an die Klubs und die Spieler.

Auch die Geschäftsführer der Klubs würden "sehr, sehr viel über mögliche Lösungen" diskutieren, aber: "Wenn es dann zum entscheidenden Schritt kommt, und alle etwas abgeben müssen, dann wird es ganz schnell still im Raum. Das ist ein Zustand, der kann so nicht bleiben", ergänzte Günther. Aktuell sei die Grundstimmung so, "dass alle solange spielen wollen, wie die Füße tragen", sagte er außerdem.

In der HBL mussten zuletzt mehrere Spiele coronabedingt verlegt werden, die MT Melsungen befindet sich gar komplett in Quarantäne. Insgesamt müssen derzeit 13 verschobene Spiele noch neu terminiert werden. Die HBL hatte vor der Saison erklärt, die Saison mit dem üblichen Spielmodus mit Hin- und Rückrunde absolvieren zu wollen. Es gebe aber Alternativpläne.