Günther Steiner: Wie geht er mit Mick und Problemfall Masepin um?

Norman Fischer
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Statt mit zwei alten Hasen wie Romain Grosjean und Kevin Magnussen tritt Haas 2021 mit zwei Rookies an. Für Teamchef Günther Steiner bedeutet die Arbeit mit Mick Schumacher und Nikita Masepin, dass er sich im Umgang mit den Fahrern eventuell ein wenig anpassen muss. "Sie sind deutlich jünger, das weiß ich", sagt der Südtiroler.

Steiners manchmal etwas forscher Umgang mit seinen Fahrern wurde vor allem in der Netflix-Dokumentation "Drive to survive" thematisiert, was ihm einen gewissen Kultstatus eingebracht hat. "Ich weiß, wie weit ich gehen kann", sagt Steiner. "Man muss es managen, wie man das Beste aus den Leuten holt, und vielleicht muss ich mich an verschiedene Dinge anpassen."

Wird Steiner also vielleicht sogar etwas ruhiger? "Das bedeutet aber nicht, dass sie mit allem davonkommen werden", betont er weiter. "Ich bin alt genug zu wissen, dass sie deutlich jünger und unerfahrener als die anderen sind. Und manchmal werden sie gewisse Dinge etwas mehr treffen als Kevin oder Romain. Aber es wird schon passen, keine Sorge."

Besonderes Augenmerk könnte dabei auf dem Umgang mit Nikita Masepin liegen, der als schwieriger Charakter gilt und schon einmal gesperrt wurde, weil er seinem Kontrahenten Callum Ilott in der Formel-3-EM ins Gesicht geschlagen hatte, nachdem dieser ihn auf einer schnellen Runde behindert hatte.

Darauf angesprochen sagt Steiner: "Ich bin bei solchen Dingen ziemlich hart, und wir sind an sowas gewöhnt. Sie finden alle ihre Grenzen, wie weit sie gehen können. Wir sagen ihnen schon, wo die Grenze liegt. Vielleicht ist sie höher als in anderen Teams, aber es gibt für alles eine Grenze."

"Aber uns ist bewusst, dass Herausforderungen vor uns liegen", so der Haas-Teamchef weiter. "Und es werden nicht immer positive sein. Wir müssen sie einfach managen, und hoffentlich können wir diese beiden jungen Fahrer wachsen lassen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.