Göring-Eckardt will bei Neuwahlen erneut als Grünen-Spitzenkandidatin antreten

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt will im Fall von Neuwahlen erneut als Spitzenkandidatin ihre Partei in den Wahlkampf führen. Parteichef Cem Özdemir äußerte sich ähnlich

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt will im Fall von Neuwahlen erneut als Spitzenkandidatin ihre Partei in den Wahlkampf führen. Sie habe vor dem 24. September zusammen mit Cem Özdemir "mit voller Leidenschaft und vollem Herzen Wahlkampf gemacht", sagte Göring-Eckardt dem "Spiegel". Und das Platzen der Jamaika-Gespräche durch den Ausstieg der FDP habe bei ihr nun "ein Gefühl des 'jetzt erst recht' ausgelöst".

Ähnlich hatte sich zuvor Parteichef Özdemir geäußert. "Wir haben die Wahl als Spitzenkandidaten geführt", sagte er am Montag. Nun sehe er keinen Grund, "dass man etwas, was sehr erfolgreich war, ändert".

Zu den Sondierungsverhandlungen sagte Göring-Eckardt, vor allem beim Ringen um Kompromisse in der Flüchtlingspolitik habe es für sie schmerzhafte Erfahrungen gegeben. Bei der Abwägung, einen Richtwert bei den Flüchtlingszahlen zu akzeptieren, habe sie "gelitten wie eine Hündin". Positiv sei aber gewesen, dass sie auch "riesige Unterstützung gespürt" habe.

Göring-Eckardt äußerte die Erwartung, dass es bei dem Grünen-Parteitag am kommenden Samstag an gemachten Zugeständnissen "auch Kritik geben" werde. Das sei für sie aber auch völlig in Ordnung. "Wir sind ja auch keine Partei, bei der wir oben eine Ansage machen, und dann läuft das alles."