Fußball: In der Zweiten Liga wird nicht nur gekuschelt

Felix Kroos (l.), Damir Kreilach und Trainer Jens Keller müssen etwas bereden

Berlin.  Den ganzen Wirbel nach dem Abpfiff bekam Felix Kroos kaum mit. Der Kapitän des 1. FC Union war für die Dopingprobe ausgewählt worden. An sich eine Sache von Minuten, doch bei Kroos lief es einfach nicht. Zweieinhalb Stunden brauchte der Mittelfeldmann, bis er alles erledigt hatte. Kein Rekord für ihn, "es hat schon mal länger gedauert", so Kroos. Doch es war eben lange genug, dass er sich später erzählen lassen musste, dass Stürmer Sebastian Polter ins Krankenhaus gebracht worden war nach dem 1:1 gegen Bielefeld.

Dort blieb der Fußballprofi die Nacht über zur Beobachtung, am Montagmittag durfte er die Klinik verlassen. Eine schwere Rückenprellung hatte der Angreifer nach einem Zusammenprall erlitten, die starke Schmerzen verursachte. Trainer Jens Keller regte sich anschließend darüber auf, dass bei jedem harten Zweikampf, den der kräftige und wuchtige Polter führe, gegen ihn gepfiffen werde. Selbst die Aktion, die zum Krankenhausaufenthalt führte, endete mit einem Freistoß für den Gegner. "Er hat ein sehr körperbetontes Spiel, das sieht manchmal etwas unglücklich aus", so Kroos. Und es tut weh, was der Kapitän aber schon wieder als normal relativiert. "Das ist Zweite Liga, wir kriegen alle auf die Socken. Da wird nicht immer nur gekuschelt", so der Kreativspieler.

Variantenreich im Vorwärtsdrang

Für ihn ist es ein wichtiges Element, diesen harten Stil der Zweiten Liga anzunehmen und sich nicht von den Kontrahenten damit beeindrucken zu lassen. Es ist eine gute Basis, auf der auf...

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