Fussball: Union hat das Siegen verlernt

Zwei, die sich fast neunzig Minuten lang bearbeiteten: Unions Stürmer Sebastian Polter (l.) und Braunschweigs Verteidiger Joseph Baffo.

Berlin.  Felix Kroos brachte es gleich auf den Punkt. "Mit dem Spiel können wir zufrieden sein, mit dem Ergebnis nicht", sagte der Kapitän des 1. FC Union. Tatsächlich gelang dem Berliner Fußball-Zweitligisten gegen Eintracht Braunschweig eine Leistungssteigerung, ein Sieg sprang jedoch nicht heraus. Zum vierten Mal in Folge. Und durch das 1:1 (0:0) gegen die Niedersachsen liegen die beiden Aufstiegsränge bereits vier Zähler entfernt.

Die Partie begann erst eine halbe Stunde später, weil viele Braunschweiger Fans wegen eines Staus auf der Autobahn A2 nicht pünktlich in die Alte Försterei komm konnten. Auf der anderen Seite schafften es die Union-Anhänger, sich mit einer fragwürdigen Choreografie in Szene zu setzen. Als die Klub-Hymne von Nina Hagen beim Einlaufen der Mannschaften aus den Lautsprechern dröhnte, zogen sie zwei Transparente mit der Aufschrift "Waldseite bis zum letzten Atemzug" in die Höhe – begleitet von gelbem Rauch und roten Bengalos.

Keller setzt wieder auf bewährtes Heim-Trio

Als der Rauch sich verzogen hatte und der Gäste-Fanblock leidlich gefüllt, gab es aus Sicht der Berliner vor allem eine Frage zu beantworten. Schaffen es die Unioner, nach den eindringlichen Worten ihres Trainers die erste Halbzeit nicht wie zuletzt in Düsseldorf wieder zu verschlafen? Die Antwort ist ein ganz klares Jein. Union startete mit Wucht in das Duell der Enttäuschten (beide Teams hatten zuvor dreimal nicht gewonnen). Allerdings ohne große Ideen.

Dabei hatte Union-Trainer Jens Keller wiede...

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