Fussball: Die neuen Galaktischen aus Paris

Am Dienstag trifft der FC Bayern in der Champions League auf Paris Saint-Germain

Barcelona.  2022 richtet Katar die WM aus, und bis vor einem guten Monat wäre das ja schon eine spannende Frage gewesen: Schafft Paris St. Germain, der aus Katar finanzierte Klub, bis dahin den Gewinn der Champions League? Nun scheint es allenfalls noch darum zu gehen, ob er es sogar schon bis zur WM 2018 in Russland schafft. Die europäische Thronbesteigung der Sportmacht vom Golf, sie wirkt nur noch wie eine Frage der Zeit.

Bei den Buchmachern liegt Paris schon fast vorn

Vor der heute beginnenden Champions-League-Saison wird ein Verein, der es noch nie ins Halbfinale gebracht hat, als zweiter Favorit gehandelt – nur dem zwölfmaligen Titelträger und Titelverteidiger Real Madrid trauen die Buchmacher noch mehr zu. Bayern München (Sieger 2013), Chelsea (2012) und den FC Barcelona (2015) hat Paris bei den Auguren ebenso abgehängt wie die Doppel-Finalisten der jüngsten Vergangenheit, Atlético Madrid (2014, 2016) und Juventus Turin (2015, 2017). Wettquoten, so viel steht fest, kann man mit Geld also schon mal kaufen.

Auch Titel? Eine Uraltdebatte des Fußballs. Im letzten Monat hat Paris die Transferpreise verdoppelt und die Kampfzone damit in Bereiche ausgeweitet, bei denen die etablierten Großklubs passen müssen. 222 Millionen Euro kostete Neymar, der dritte Weltstar der Branche nach Barcelonas Lionel Messi und Madrids Cristiano Ronaldo, 180 Millionen der 18-jährige Kylian Mbappé. Um die Financial-Fairplay-Regeln der Uefa wenigstens dem Schein nach zu respektieren, wurde er formal zunächst nur ...

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