Fußball: Der Markt ist ein bisschen verrückt

Neue Dienstkleidung für Ousmane Dembélé

Barcelona.  Ist ja irgendwo klar, dass auch am Tag der großen Präsentation nicht alles rund läuft beim Wechsel von Ousmane Dembélé aus Dortmund zum FC Barcelona. Eine Stunde später als angekündigt macht der teuerste Zugang der Klubgeschichte seine ersten Schritte im Camp Nou. Die rund 20.000 Fans sehen darin das nächste Versagen einer umstrittenen Klubführung, schwenken weiße Taschentücher und fordrn lautstark "Bartomeu, dimisión" – den Rücktritt des Präsidenten Bartomeu. Falls es Dembélé nicht gewusst haben sollte: Er kommt in einen aufgewühlten Verein.

Ein "bürokratisches Problem" sei für die Verzögerung verantwortlich, entschuldigt sich dieser schließlich, offenbar musste Dembélé mit dem BVB noch Details an seinem Auflösungs­vertrag klären, und angesichts der im Fußball schon erlebten Volten mag mancher nun das Schlimmste gefürchtet haben. Aber dann ist er da, um kurz vor drei am Nachmittag, zunächst im feinen Anzug auf der Ehrentribüne, wohin die nun kreischenden Fans sofort gerannt kommen. Dann auch im Trikot auf dem Platz. Ein paar Kunststücke mit dem Ball, ein Trainingsspielchen im Kreis mit Kindern, die ersten Worte: "Ich bin glücklich, im größten Klub der Welt zu sein."

Keine Vergleiche mit Neymar, bitte

Der Satz wird hier gern genommen gegen Ende einer hysterischen Transferperiode, während Barca beim Verlust von Neymar an Paris St. Germain vorgeführt wurde. Dembélé allerdings ist mehr als nur Frustshopping. Schon vorigen Sommer galt er als Wunschspieler von Sportdirektor Robert Fe...

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