Fussball: Häßlers Club Italia stürzt ins Chaos

Thomas Häßler hält dem Club Italia die Treue

Berlin.  Mario Livolsi fühlt sich wie jemand, der eine Naturkatastrophe überstanden hat. Zumindest im übertragenen Sinn. "Bei uns gab es ein kleines Erdbeben", sagt der Sportdirektor des Club Italia, um dann zu versichern: "Aber alles ist wieder in Ordnung." Was Livolsi meint: Vor zwei Monaten ist der Hauptsponsor, ein Bauunternehmer, ganz plötzlich abgesprungen. Sein Ausscheiden verursachte eine gewaltige Erosion beim Berliner Siebtligisten.

Als Vorbild diente die TSG Hoffenheim

Club Italia? Da war doch was? Richtig, das ist jener Verein, bei dem Weltmeister Thomas Häßler als Trainer an der Seitenlinie steht. Häßler (51) war vor über einem Jahr mit lautem Getöse verpflichtet worden. Große Pläne wurden verkündet, obwohl der Verein noch in der achten Liga spielte und gerade erst eine finanziell schwierige Zeit mit mehreren Abstiegen hinter sich hatte. Als Vorbild sollte die TSG Hoffenheim dienen, die einst von der Kreisliga in die Bundesliga aufgestiegen war.

Häßler beflügelte die Träume der Verantwortlichen. Mit ihm, dem Ex-Profi, sollte eine neue Kraft im Berliner Fußball geboren werden, die es irgendwann einmal mit den Platzhirschen Hertha und Union aufnehmen kann – oder wenigstens in ihre Nähe kommt. Die Gegenwart sieht anders, trister aus. Häßler hat genug damit zu tun, den Betrieb am Leben zu halten. Viele hätten seit einiger Zeit gar kein oder erst verspätet Geld bekommen, heißt es hinter vorgehaltener Hand.

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