Fury verhöhnt Joshua: Ist nur "ein großes Kuschelbaby"

SPORT1

Box-Weltmeister Tyson Fury hat keine Angst vor einem möglichen Mega-Fight gegen Anthony Joshua.

Der Champion der IBF, WBA und WBO sei ein viel leichterer Gegner als Deontay Wilder, den Fury Ende Februar durch TKO in der siebten Runde besiegt hatte.

"Zu einhundert Prozent, Joshua ist überhaupt nicht gefährlich. Er ist wie ein großes Kuschelbaby", sagte der Brite bei ESPN: "Warum sollte ich an ihn glauben, wenn er von Andy Ruiz ausgeknockt wurde? Ein Last-Minute-Ersatz, der 300 Pfund (ca. 136 kg, Anm. d. Red.) oder wieviel auch immer wog und nicht trainiert war. Und Anthony Joshua konnte im Rematch nichts Gutes zeigen."


Ruiz hatte Joshua im vergangenen Sommer völlig überraschend entthront, im Dezember holte sich der 30-Jährige (23 Siege in 24 Kämpfen) seine Gürtel mit einem Punktsieg zurück.

Spekulationen über Kampf gegen Joshua

"Er kann überhaupt nichts, er könnte dem 'Gypsy King' (Furys Spitzname) nicht einmal eine Kerze halten. Es gibt hier nur ein Schwergewicht und nur einen unbesiegten Weltmeister. Sie sind alle auf dem Weg gestürzt, der ungeschlagene Mann hat sie alle erledigt. Ich bin der Einzige! Ich, der Gypsy King - unschlagbar, uneinnehmbar, unzerbrechlicher Champion!", tönte WBC-Champ Fury.

In den vergangenen Tagen hatten sich die Anzeichen gemehrt, dass die beiden Briten in einem Vereinigungskampf aufeinandertreffen könnten. Wie die BBC erfahren haben will, können sich die Beteiligten vorstellen, dass der Kampf "über die Bühne gehen wird".


Bevor es aber zum mit Spannung erwarteten Vereinigungskampf kommt, müssen noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden. Zunächst einmal haben beide Boxer bereits Verträge mit anderen Gegnern geschlossen, die aufgehoben werden müssten. Während Joshua demnächst seine Titel gegen den Bulgaren Kubrat Pulev verteidigen müsste, hat Wilder schon einen Vertrag über die Revanche gegen Fury in der Tasche.

Fury denkt nicht ans Boxen

Dennoch soll die Fury-Seite intensiv an einem Kampf arbeiten, der möglicherweise noch in diesem Jahr stattfinden könnte.

Der 31 Jahre alte Fury (30 Siege und 1 Unentschieden in 31 Kämpfen) denkt allerdings im Moment nicht ans Boxen. Während der Coronakrise postet der Schwergewichtler regelmäßig private Workouts von zuhause.


"Ich bin nicht wirklich positiv. Keiner dieser Kämpfe ist im Moment relevant. Es gibt kein Boxen, keinen Sport, nichts. Nichts passiert. Wenn man übers Boxen oder Traumkämpfe spricht, könnte man auch Boxer aus der Vergangenheit nennen, weil sowieso nichts real ist", meinte er.

Fury will bis 40 boxen

Anders als in der Vergangenheit, als Fury erklärte, nur noch zweimal in den Ring steigen zu wollen, denkt er nun nicht mehr ans Karriereende. "Ich werde kämpfen, bis ich 40 bin. Ich habe darüber nachgedacht und es gibt sowieso nichts anderes zu tun. Also werde ich wahrscheinlich weitermachen", erklärte er.


"Ich sehe niemanden, der mich herausfordern kann. Ich habe gerade den Besten ausgeknockt. Der schwierigste Gegner ist Deontay Wilder und wir haben gesehen, was mit ihm passiert ist."