Funktionäre rasten aus, vier Mal Rot! Chaos am Betzenberg

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Funktionäre rasten aus, vier Mal Rot! Chaos am Betzenberg
Funktionäre rasten aus, vier Mal Rot! Chaos am Betzenberg

Was für wilde Szenen am Betzenberg!

Am Samstag läuft das brisante Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Waldhof Mannheim (Endstand 0:0) schon in ersten Hälfte komplett aus dem Ruder.

In der 23. Minute trat FCK-Mittelfeldspieler Kenny Redondo Mannheims Hamza Sahgiri von hinten in die Achillessehne und löste damit ein heilloses Chaos aus. Beide Bänke sprangen auf, die Emotionen kochten auf beiden Seiten über. (Jetzt LIVE: die 3. Liga im Liveticker)

Mannheim-Funktionär rastet im Derby komplett aus

Mannheims Sportdirektor Jochen Kientz verlor komplett die Nerven, legte sich unter anderem mit Lauterns Geschäftsführer Thomas Hengen an und musste von mehrerer Security-Mitarbeitern zurückgehalten werden. Kientz, der dann auch noch Schiedsrichter Florian Heft am Arm packte, sah dafür die Rote Karte. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 3. Liga)

Auch Lauterns Übeltäter Redondo flog vom Platz. „Das hab ich so auch noch nicht erlebt. (...)“, sagte Lauterns verletzter Mittelfeldspieler Felix Götze in der Halbzeit beim SWR. „Ich hab‘s von oben anders gesehen als der Schiedsrichter (das Foul von Redondo, d. Red.). Natürlich trifft er ihn blöd. Aber ich denke, da kann man ihm keine Absicht unterstellen. Es gab auch viele andere Szenen, wo man dann hätte Rot geben müssen. Meiner Meinung nach ist es keine Rote Karte.“

In der Folge blieb die Partie zerfahren und wurde immer wieder durch teils harte Fouls unterbrochen. In der 40. Minute setzte es den nächsten Platzverweis für die roten Teufel: Marvin Senger sah Rot für eine Notbremse an Mannheims Adrien Lebeau.

Götze: „Wie ein Schlag in die Fresse“

Doch damit nicht genug. Kurz vor der Pause gingen auch mit Lauterns Teammanager Fabian Dick die Nerven durch. Aus der Coaching Zone sprintete er fast bis zur Grundlinie und wurde ebenfalls vom Platz geschickt. Der vierte Platzverweis in nur 45 Minuten!

„Da hat er [der Schiri] sich selbst das Spiel kaputtgemacht. Bei mir oben war es dasselbe: Wenn ich auf dem Platz gestanden hätte, hätte es gebrodelt und gebrannt. Da wird man einfach sauer“, warb Götze um Verständnis für seine Kollegen auf dem Platz.

„Man stellt sich auf so ein Spiel ein, wir sind nicht in der einfachsten Situation, und das ist wie ein Schlag in die Fresse, wenn ich das so sagen darf.“

Fußball „gespielt“ wurde übrigens auch. Am Ende rettete der FCK mit zwei Mann Unterzahl das Unentschieden über die Zeit. Mannheim ließ dabei beste Chancen ungenutzt.



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