Fünf Jahre, nachdem sie die Taliban niederschossen: Malala Yousafzai studiert jetzt in Oxford

Vor fünf Jahren wurde Malala Yousafzai niedergeschossen, weil sie sich für das Recht von Frauen auf Bildung einsetzte. (Bild: AP Photo)

Malala Yousafzai wurde vor fünf Jahren auf offener Straße von einem Taliban niedergeschossen, weil sie sich dafür einsetzte, dass auch Frauen ein Recht auf Bildung haben sollten. Jetzt hat sie ein Studium an der Oxford University begonnen.

Am vergangenen Montag hatte Malala ihren ersten Kurs an einer der renommiertesten Hochschulen der Welt – der Oxford University. Dort studiert die 20-jährige Aktivistin ab sofort Philosophie, Politik und Wirtschaft. Stolz postete sie auf Twitter das Bild einiger Bücher mit den Worten: „Vor fünf Jahren wurde ich mit der Absicht niedergeschossen, meinen Einsatz für das Recht auf Bildung für Mädchen zu stoppen. Heute habe ich meine ersten Vorlesungen in Oxford besucht.“

Am 9. Oktober 2012 ließen die Taliban den Schulbus, in dem Malala saß, anhalten und schossen dem Mädchen in den Kopf. Wie durch ein Wunder überlebte die Schülerin den Anschlag. Die Taliban wollten sie für immer zum Schweigen bringen – verhalfen ihr aber letztendlich zu noch mehr Berühmtheit.

Nach dem Attentat blickte die ganze Welt auf das mutige Mädchen. Malala wurde zur Symbolfigur für Freiheit und Bildung. An ihrem 16. Geburtstag ließen ihr die Vereinten Nationen die Ehre zuteil werden, eine Rede vor der Jugendversammlung der UNO zu halten. 2014 erhielt sie für ihren Einsatz den Friedensnobelpreis – als jüngste Preisträgerin aller Zeiten.

Malalas persönlicher Herzenswunsch ging schließlich in diesem Jahr in Erfüllung. Nachdem sie im April zur Friedensbotschafterin der UN ernannt wurde, teilte ihr die University of Oxford vier Monate später mit, dass sie als Studentin angenommen wurde. Jetzt ist sie endlich dort, wo sie hingehört.