Fünf Innovationen, die gescheitert sind

Jeder weiß, was es damit auf sich hat, aber kaum jemand erkennt den Mehrwert von QR-Codes. (Bild: AFP)

Es gibt Erfindungen, die wir ganz selbstverständlich fest in unseren Alltag integriert haben. Den iPod zum Beispiel. Oder den Nasenhaartrimmer. Andere nicht minder brillante Innovationen hingegen sind einfach in der Versenkung verschwunden – wie ein Apple-Produkt, an das sich heute niemand mehr erinnert!

1. Intellivision von Mattel

In vielen Bereichen revolutionär und dennoch vergessen: Das Intellivision von Mattel. (Bild: Mattel)

Was ist das? Ein Telefon? Eine Fernbedienung? Nein, das hier sollte den Zockermarkt im Jahr 1980 revolutionieren: Das Intellivision von Mattel ist eine Spielkonsole – die erste, die mit 16 Bit und Breitbandunterstützung punkten konnte.

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Im ersten Jahr wurden stolze 175.000 Intellivisions verkauft. Als 1983 die Nintendo NES veröffentlicht wurde, ging es mit der Mattel-Konsole rasant bergab.

2. Die Laserdisc

Auch die Laserdisc konnte sich nie wirklich durchsetzen. (Bild: ddp)

Die Laserdisc war ein Speichermedium für Videos, das gegenüber klassischer Videokassetten lediglich von einem Laser abgetastet wurde. Die Innovation bestand auch darin, dass nicht mehr zu einer bestimmten Stelle „gespult“ werden musste, zudem konnten Standbild, Zeitlupe und Zeitraffer ohne Störstreifen angezeigt werden.

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Weil die Laserdisc sowie das Abspielgerät unglaublich teuer waren, konnte die Laserdisc die Videokassette nicht ablösen. Diesen Job erledigte dann einige Jahre später die DVD.

3. QR-Codes

Zeitweise waren sie überall zu sehen, beim Endverbraucher kamen die QR-Codes dennoch nie wirklich an. (Bild: ddp)

Endlich ein Produkt, das auch den Jüngeren bekannt vorkommt: Die QR (kurz für Quick Response) Codes ploppten die vergangenen zehn Jahre plötzlich überall auf. Auf Verpackungen, in Werbeanzeigen, auf Kassenzettel…

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Das Problem: Keiner weiß so recht, was man mit der Grafik, die so allerlei Informationen enthält, eigentlich anfangen soll. Jüngst ergab eine Umfrage, dass 80 Prozent der College-Schüler den Mehrwert hinter dem QR-Code nicht erkennen.

4. Apple Newton PDA

Auch Apple hat Produkte entwickelt, an die sich niemand mehr erinnert. (Bild: ddp)

Unvorstellbar, dass Apple einst Produkte auf den Markt gebracht hat, die niemanden interessierten. So beispielsweise den Newton PDA, den Vater aller PDAs. Eine richtige Innovation, die dennoch grandios scheiterte. Irgendwie konnte das Produkt mit lernfähige Handschrifterkennung und einfarbigem Flüssigkristallbildschirm aus dem Jahre 1993 nicht durchsetzen, was vielleicht auch am exorbitanten Preis lag.

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5. DivX

Ein unglaublicher Flop war das DVD-Verleihsystem DivX. (Bild: ddp)

Mit DivX sollte ein innovatives DVD-Verleihsystem erschaffen werden. Dafür wurden Filme auf DIVX-Discs gebrannt, die Kunden kostengünstig erwerben konnten, zum Abspielen aber einen teuren Player benötigten, der über das Internet mit dem Server des Verleihunternehmens angeschlossen war. In Zeiten von Netflix und Amazon Prime bleibt DivX nicht mehr als eine vage Erinnerung.

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