Fußball und Frauenfeindlichkeit in Belgien

Der Rapper Damso soll bei der kommenden Fußball-WM in Russland die belgische Nationalhymne interpretieren. Das hat der Verband der "Roten Teufel" entschieden.

Doch im Königreich regt sich Widerstand dagegen.

Stein des Anstoßes: die Texte von Damso.

Es sei sehr fragwürdig, sagt die Vorsitzende des Frauenrats im frankophonen Belgien, Sylvie Lausberg, dass der belgische Fußballverband einen künstlerischen Botschafter zur WM schicke, dessen Texte bisher durch eine große Frauenfeindlichkeit aufgefallen seien.

Damso müsse - ebenso wie die belgischen Nationalspieler - ein klares Zeichen gegen die Einschüchterung von Frauen setzen, sagt die Brüsseler Gleichstellungsbeauftragte Bianca Debaets.

Man solle den Spielern und dem Rapper den Dokumentarfilm "Frauen auf der Straße" über die Frauenfeindlichkeit zeigen, der auch auf das Theme sexuelle Gewalt eingehe.

Danach werde Damso niemals wieder abträgliche Texte über Frauen schreiben.

Inzwischen deutete der belgische Fußballverband eine Dialogbereitschaft mit Partnern und Sponsoren über die Aufstellung Damsos an.