Fußball-Märchen: Wie ein Berliner Amateur-Kicker zum Profi in England wurde

Lachlan Barr erlebt gerade ein kleines Fußball-Märchen

Berlin.  Geträumt hat er immer davon, nur daran geglaubt hat Lachlan Barr nicht mehr. Profi-Fußball? Schmink's dir ab, nicht mehr in diesem Leben, sagte er sich Anfang 2016 und jonglierte fortan lieber mit deutlich kleineren Kugeln als Fußbällen – als Eisverkäufer. Eine Entscheidung, die sich als die vielleicht beste seines Lebens erweisen sollte, denn heute, gut ein Jahr später, findet sich Barr auf wundersame Weise im Kader des englischen Drittligisten Bradford City wieder. Plötzlich lebt er seinen Traum. Es ist eine Cinderella-Story mit Fußballschuhen.

"Ich bin im Moment natürlich unfassbar glücklich", sagt Barr (22), ehe er seine abenteuerliche Geschichte erzählt. Die beginnt in besagter Eisdiele: "Ein Kollege hat beim FC Internationale in Schöneberg gespielt und mich einfach mal mit zum Training genommen", sagt Barr. Dort beordert der damalige Trainer Lars Mrosko den gelernten Innenverteidiger (1,89 Meter, 85 kg) sofort ins Landesligateam und entwickelt schnell größere Pläne.

Denn: Mrosko, der früher als Scout für Wolfsburg und Bayern München arbeitete, ist auch sportlicher Berater des Managements von Bradford City, das seit 2016 dem Deutschen Edin Rahic gehört.

Prädestiniert für englischen Fußball

"Lachlan hat eine starke Physis, ein ordentliches Tempo und eine gradlinige Spielweise", sagt Mrosko, "damit ist er prädestiniert für England." Weil das die Verantwortlichen in Bradford nach einem Probetraining genauso sahen, geben sie Barr eine Chance. Gerade erst nahm er am Trainingslage...

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