Fußball International: Stürmer-Legende Koller kritisiert Marc Janko

Im Sommer wechselte ÖFB-Stürmer Marc Janko zum tschechischen Traditionsklub Sparta Prag. Große Spuren konnte der Österreicher bisher nicht hinterlassen. Im Gegenteil: Der Klub zeigte sich von Janko nicht überbordend begeistert. Sogar ein möglicher Abgang soll im Raum gestanden sein.

Im Sommer wechselte ÖFB-Stürmer Marc Janko zum tschechischen Traditionsklub Sparta Prag. Große Spuren konnte der Österreicher bisher nicht hinterlassen. Im Gegenteil: Der Klub zeigte sich von Janko nicht überbordend begeistert. Sogar ein möglicher Abgang soll im Raum gestanden sein.

"Wir wollen so schnell wie möglich eine Entscheidung treffen. Es gibt ein paar Optionen, wir wollen ein paar Spieler ins Ausland verleihen", meinte Spartas Manager Adam Kotalik gegenüber der tschechischen Zeitung Sport. "Marc Janko ist sicherlich ein guter Stürmer, das hat er bei seinen bisherigen Stationen gezeigt. Aber wir erwarten mehr von ihm, als er bisher hier gezeigt hat."

Für den 34-Jährigen war ein vorzeitiger Wechsel aber kein Thema. Obwohl er in den ersten drei Ligaspielen nur 36 Minuten zum Einsatz kam. "So etwas gehört ins Reich der Fantasie", so der ehemalige Basel- und Porto-Stürmer. "Die Meldung hat mich auch überrascht. Das wurde von einer Tageszeitung in Tschechien lanciert, alle haben es übernommen. Aber den Klub oder mich hat keiner gefragt."

"Janko? Wenig am Spielgeschehen beteiligt"

Ganz ausgestanden ist für Janko der mediale Druck aber noch nicht. Denn im tschechischen Medium isport meldete sich nun die Stürmer-Legende Jan Koller zu Wort und ließ dabei kein gutes Haar an Janko. "Sparta hat es bisher nicht geschafft, Janko im Angriffsdrittel in Szene zu setzen. Er war beinahe unsichtbar. Für meinen Geschmack hat er sich auch selbst zu wenig aktiv am Spielgeschehen beteiligt. Bisher sehe ich seine Zeit bei Sparta nicht positiv", so Koller, der in 91 Länderspielen für Tschechien 55 Tore erzielte.

"Viel hat er nicht gezeigt. Er ist im Strafraum sicherlich gut, aber Sparta schafft es nicht seine Stärken auszuspielen. So wird er David Lafata nicht aus der Mannschaft spielen können", sieht Koller den 35-jährigen Ex-Austrianer im Vorteil. Lafata hält nach fünf Ligaspielen bei drei Toren. "Lafata ist zwar kleiner, arbeitet aber mehr für die Mannschaft, lässt sich fallen und kommt zu Torchancen. Für mich ist er die klare Nummer eins. Ich würde gerne einen jungen Stürmer sehen, der neben Lafata herangeführt wird."

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