Fußball International: Kavlak vor dem Comeback: "Hatte eine beschissene Zeit"

Neigt sich Veli Kavlaks Leidenszeit dem Ende zu? Der 29-Jährige befindet sich bei Besiktas Istanbul im dosierten Mannschaftstraining. Ganz ohne Schmerzen ist Kavlak noch nicht, aber sie werden weniger. 2012 riss sich der zentrale Mittelfeldspieler die Bizepssehne. Jahrelang spielte Kavlak trotz Schmerzen. Bis 2015 - dann ging es nicht weiter, eine Odyssee mit sechs Operationen begann.

Neigt sich Veli Kavlaks Leidenszeit dem Ende zu? Der 29-Jährige befindet sich bei Besiktas Istanbul im dosierten Mannschaftstraining. Ganz ohne Schmerzen ist Kavlak noch nicht, aber sie werden weniger. 2012 riss sich der zentrale Mittelfeldspieler die Bizepssehne. Jahrelang spielte Kavlak trotz Schmerzen. Bis 2015 - dann ging es nicht weiter, eine Odyssee mit sechs Operationen begann.

"Ich hatte immer wieder die selben Probleme, das Gelenk ist immer wieder herausgesprungen. Das kaputte Gelenk wurde jetzt operativ stabilisiert", beschrieb Kavlak vor rund zwei Wochen seine schwere Verletzung. "So nahe an einem Comeback war ich noch nie. Der Doktor hat gesagt, die Jahre, die du verloren hast, gewinnst du hinten dazu. Du bist quasi erst 27 und kannst noch lange Fußball spielen."

Zuversicht, die auch bei seinen beiden Beratern und Weggefährten Sertan Günes und Ercan Kayhan einsetzt. "Er ist bei 90 Prozent", sagt Günes. Eine Aussage, die Kayhan unterstreicht, aber trotzdem ein wenig bremst: "Ob wir im Winter einen Transfer machen, ist noch nicht fix. Vorher muss er auf 100 Prozent kommen. In drei Wochen sollte er soweit sein."

Ob Kavlak bei Besiktas, das in der Liga drei Punkte hinter Rang eins liegt und in der Champions-League-Gruppenphase als Erster ins Achtelfinale rauschte, noch eine große Rolle spielt, bleibt zu hinterfragen. "Zur Zeit plant Besiktas natürlich nicht unbedingt mit ihm. Sie spielen eine gute Saison und der Veli ist seit zweieinhalb Jahren verletzt. Sie wissen nicht, wie Veli beisammen ist", sagt Kayhan.

Rapid? Kavlak bleibt wohl in der Türkei

Vieles deutet auf einen Wechsel hin. "Wir denken an einen Verbleib in der Türkei", sagt Kayhan, der betont, dass noch keine Gespräche mit anderen Klubs geführt wurden. Unwahrscheinlich dürfte für den Moment jedenfalls eine romantische Rückkehr zu Rapid sein, wie Günes erklärt: "Veli möchte irgendwann wieder bei Rapid spielen, aber im Moment ist es zu früh." Das sieht auch Kayhan so: "Irgendwann will er sicher zurück. Veli ist ein echter Rapid-Anhänger. Aber ich glaube nicht, dass es im Winter schon so weit ist."

Wichtig ist sowieso, dass Kavlaks Körper der Belastung des Profisports standhalten kann. "Veli hatte eine richtig beschissene Zeit", sagt Kayhan, der mit seinem Klienten mitfühlte. "Aber er wird stark zurückkommen, das kann ich sagen. Nur ob das bei Besiktas oder wo anders passiert, ist noch unklar."

Mehr bei SPOX: Österreichs Fußballer des Jahres: So haben die Trainer gewählt | Eren Keles' Berater: "Es bleibt keine Zeit zu heulen" | Als Rapid und Salzburg Leon Bailey einen Korb gaben